In D fehlt 5,2 Mio. Menschen das Geld zum Heizen

Wie irrsinnig die Energiekonzerne das Ganze auf die Spitze treiben, ist mal wieder typisch:

Eine von mir betreute Ukrainerin hat folgende Rechnung für Gas bekommen. Sie wohnt mit ihrer Tochter in einer zwei Zimmer Wohnung.

Ursache ist der vorherige Lieferant EON, der eine korrigierte Nachberechnung geschickt hat. EON will für 43 Tage 1200 € Nachzahlung.

Vermutlich hat der Netzbetreiber EDIS die Zählerstände gewürfelt, aber nicht abgelesen.

Ein Versuch ist es ja wert, denn angeblich zahlt Jobcenter alles.

Ich hätte die größte Lust EON und EDIS wegen gewerbsmäßigen Betruges anzuzeigen.

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Eon will 12.084,02 Euro Nachzahlung und 1.200 monatlich Abschlag. Und zwar für ein Jahr.

Der Verbrauch von 104.587,55 kWh ist für ein Jahr garantiert zu hoch, es sei denn:

  • Gasleitung ist kaputt
  • Gasherd ist kaputt und es trat die ganze Zeit Gas aus
  • sie haben Tag und Nacht über Gasdurchlauferhitzer Warmwasser laufen lassen
  • oder sie hatten Tag und Nacht einen Samowar auf dem Gasherd stehen
  • oder es wurde beim Vorgänger über Jahre nie abgelesen und der Zählstand beim Einzug geschätzt.
    Daher zuerst prüfen, was auf den Gaszähler steht , dann überprüfen, welcher Zählerstand in der Abrechnung steht, dann prüfen, wann abgelesen wurde, oder ob geschätzt wurde, dann weitere Maßnahmen zur Klärung ergreifen und mit der Abrechnung zum Jobcenter gehen

(Im Protokoll der Wohnungsübergabe müsste der Gaszählerstand bei Einzug schriftlich festgehalten sein)

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nein. EON hat eine korrigierte Schlussrechnung gestellt für 2023 und will für 43 Tage 1200 € Nachzahlung. Laut Lichtblick sei der Zählerstand bei 16.238 m³. Die wollen 12.000 € Nachzahlung

Hier ein Foto des Zählerstandes von gestern:

Denn hat ein Mitarbeiter versehentlich eine 1 vor die 6.238 gesetzt, wenn der Zählerstand jetzt bei 6.794 liegt, kommt das bummelig hin.

Ich habe letztes Jahr meinem Nachbarn bei einem vergleichbaren Problem geholfen- auch mit Eon, hatten den Zählerstand Strom/Gas verwechselt und forderten 3000 Euro nach.

In einem Telefonat konnte ich eine einmonatige Aussetzung der Zahlungsforderung erreichen. Auf die umgehende Zusendung des Fotos des Zählerstandes erfolgte aber keine Reaktion, so dass mein Nachbar zur Verbraucherzentrale gehen musste. Auf deren Schreiben hat Eon dann sehr schnell reagiert. Kostete aber natürlich 60 Euro Beratungsgebühr.

Also- erstmal anrufen und wenn möglich online über das Portal das Foto vom Zählerstand senden. Sicherheitshalber zusätzlich das Foto und ein Schreiben per Einschreiben (ohne Rückschein) schicken.

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eigentlich meldet Edis als Netzbetreiber an den Versorger. Würfeln die dort die Zählerstände?

Ja, jedenfalls arbeiten die nicht sehr genau. Bei meinem Nachbarn hatten die Stadtwerke völlig korrekt die Zählerstände übermittelt. Aber der Mitarbeiter von Eon, der sie ins System eingetragen hat, war wohl etwas unkonzentriert und hat sie verwechselt.

Nach meinen informationen sind die Lieferanten auf die übermittelten Daten der Netzbetreiber angewiesen und haben da weniger Rückfragemöglichkeiten als die direkten Kunden, also die Endverbraucher.

Aus der c’t 2025, Heft 17:

Erfahrungsgemäß würden Verbraucheranfragen
von Netzbetreibern schneller
beantwortet als Anfragen von Marktpartnern
wie Tibber. So gebe es für Verbraucher
einen geregelten Eskalationsprozess
für solche Fälle bei der Bundesnetzagentur.
Für ignorierte Anfragen von
Marktpartnern gibt es diesen so nicht. Aus
diesem Grund empfehle man dem Kunden,
diesen Eskalationsprozess gegenüber
dem Messstellenbetreiber zu gehen.

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Na das kann ja dann nur ein Fehler sein.
Es sei denn, der Zähler wurde ausgetauscht, was aber unwahrscheinlich ist.

Und nicht gleich wieder auf die „bösen Energiekonzerne“ schimpfen..
Ist Lichtblick überhaupt ein „Energiekonzern“ oder nur eine Firma :smirk:

In meinem Bekanntenkreis kriege ich mit, dass sich solche “Fehler” in der letzten Zeit sehr häufen. Vermutlich, weil die Rechnungen nur noch von Programmen erstellt werden und kein menschlicher Mitarbeiter mehr mit einem kurzen Blick auf die Rechnung die Plausibilität checkt und Fehler korrigiert. Und da auch nur noch Sprachcomputer in den hotlines antworten, stehen Kunden vor einer Wand voller Fehler und Ignoranz.

KI-Vollpfosten statt Menschen

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gute Nachricht: die Firma Lichtblick hat die 12.000 € Forderung korrigiert….

Jetzt hat die Ukrainerin eine 565 € Gutschrift, die natürlich dem Jobcenter zusteht.

Die vorhergehenden Gasversorger Eon und Vattenfall müssen jetzt auch noch einlenken….

Eon will für 43 Tage Grundversorgung 1238 €….

Vattenfall will etwa 1100 €…

Alle Abrechnungen waren auf Schätzungen von Edis basierend….

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Meine Zimmertemperatur an Heilig Abend…..

Heizungsausfall…

Zum Glück habe ich einen Kaminofen, einen Elektroheizlüfter und einen Wasserkocher….

Ich bin gespannt auf die nächste Stromrechnung…

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Genau das hatte ich auch schon, hatte bei der Verbrauchsanzeige meines Flüssiggastanks Kubikmeter für Liter gehalten. Dann war zu Weihnachten der Tank leer und Ofen aus.

Und vor 2 Jahren zu Sylvester auch Brennerdefekt wegen kaputter Ionisationssonde. Konnte zum Glück auf die Schnelle eine neue auftreiben und selber einbauen. YouTube sei Dank.

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