Das ist jetzt aber sehr männer-feindlich. Was ist mit Frauen, die Waffen bedienen können und Kindersoldaten?
Aber es wäre ein Anfang.
Das ist jetzt aber sehr männer-feindlich. Was ist mit Frauen, die Waffen bedienen können und Kindersoldaten?
Aber es wäre ein Anfang.
gibt es bei der Hamas nicht.
„Gesicherte Daten zur Beteiligung der Frauen bei militanten Aktivitäten sind rar. Doch scheint es so, als wenn die Frauen hier über einen langen Zeitraum ausgeschlossen wurden. Erst für die Zeit der Zweiten Intifada, die von 2000 bis 2005 andauerte, sind entsprechende Fälle bekannt: Frauen, die Selbstmordattentate durchführten oder durchführen wollten, oder Frauen die bei der Durchführung eines solchen halfen,“ (aus obigem Link)
also eher sehr selten.
Echt? Da wage ich mal die vorsichtige Nachfrage, ob solche “Nebenabsichten” / “Nebenziele” nicht doch Bedeutung für die Bewertung eines (vorgeblichen?) Verteidigungskrieges haben. Ohne gleich davon sprechen zu wollen, dass diese Verteidigungsabsicht von vornherein vorgeschoben war.
Aber die Auswirkungen dieser Art der Kriegsführung zeigen doch inzwischen für jeden, der nicht krampfhaft die Augen verschließt vor den flächendeckenden Verwüstungen im Gaza-Streifen, dass die “Nebenziele” inzwischen zur zentralen Zielsetzung Israels geworden sind: Die Lebensumstände für alle Gaza-Palästinenser so katastrophal zu gestalten, dass sie in großer Zahl - möglichst alle - “freiwillig” das Weite suchen. Und nicht nur viele der rechtsradikalen / fundamentalistisch-religiösen Vertreter der Netanyahu-Koalition, nein, auch immer wieder Stimmen aus seiner eigenen Partei sind (soll man sagen “Gott sei Dank”?) so unvorsichtig offenherzig, diese Zielsetzung auch unverblümt einzugestehen.
Für die Sicherheit dieses - jedenfalls in seiner konkreten Regierungspolitik - so agierenden Israel empfinde ich keine Verantwortung. Dieses Israel quasi vor sich selbst zu schützen, kann m.E. nach nicht Bestandteil einer wie auch immer zu definierenden deutschen Staatsräson sein.
@ErnstBG und @XXXX haben dankenswerterweise zur Klärung des Sachverhalts beigetragen. Ich war mir doch sicher, dies kurz nach dem 7. Oktober 2023 nicht geträumt zu haben! Und auch die Redaktion des genannte Senders saugt sich so etwas nicht einfach aus den Fingern. Auch an den einprägsamen Namen “Liberman” kann ich mich mittleerweile wieder erinnern.
Selbst wenn die Sache kein arrangierter Vorwand gewesen sein sollte - wer für die Sicherheit seines bedrohten Volkes zuständig ist, muss sich auch in die Denke seines Gegners hineinversetzen und ihm s die Tour vermasseln.
Auch wenn man das Grauen im Gazastreifen nicht gegen das Leiden der verbliebenen Geiseln und die permanente Bedrohung der israelischen Bevölkerung aufrechnen mag - dieser Staatsterror gegen unschuldige Menschen muss ein Ende finden! Als kleiner Junge hatte ich noch einige der Trümmer gesehen, die der 2. WK hinterlassen hatte. Auch das Nachbarhaus des Wohngebäudes, in welchem meine aus Schlesien stammenden Großeltern und Urgroßeltern ein neues Zuhause fanden. war davon betroffen.
Wenn sie als klare Regierungslinie dokumentiert sind, sind sie relevant. Wenn es lediglich um persönliche Phantasien handelt, nicht.
Das klingt sehr vernünftig und bedacht, aber du konterkarierst es in dem Satz davor, wenn die von einem vorgeblichen Verteidigungskrieg und von „Nebenzielen“ sprichst.
Dass die Ultras die Vertreibung aller Nicht-Juden aus Palästina wollen, ist bekannt. Es sind aber (noch) nicht die rechts-radikalen, die den Kurs der Regierung bestimmen (auch wenn ihr Einfluss auf Netanyahu immer mehr zuzunehmen scheint) und man darf nicht pauschal „Israel“ für die Aussagen dieser Menschen in Haftung nehmen.
Es wäre sehr wohl Teil der Staatsräson, einem guten Freund zu helfen, wenn er irrt. Wenn wir damit zudem das Leiden in Gaza beenden könnten, umso mehr.
Genau das ist die Frage.
Das (bestenfalls nur passive, häufig aktiv unterstützende) Verhalten der derzeitigen aber auch der vorangegangenen israelischen Regierungen gegenüber den jüdischen Siedlern im Westjordanland lässt m.E. keine Zweifel daran zu, dass es sich bei der Eingliederung von “Judäa und Samaria” in das Staatsgebiet Israels und der zunehmenden jüdischen Besiedlung dort nicht nur
von offen rechtsextremen und/oder fundamentalistisch-religiösen “Randbereichen/Randfiguren” der israelischen Politik handelt, sondern dass dies das innerhalb dieser Regierungskoalition halt (noch) nur mal mehr, mal weniger offen ausgesprochene strategische Kernziel Israels (repräsentiert durch seine Regierungen) ist.
Mag sein, dass innerhalb dieser Regierung nach wie vor keine Übereinstimmung darüber herrscht, was mit den heute dort lebenden Palästinensern langfristig geschehen soll. Aussiedlungs-/Vertreibungsfantasien äußern bisher zumindest offen nur die radikalen Rechtsaußen - von einzelnen Stimmen in gleicher Richtung auch schon aus Netanyahus eigener Partei mal abgesehen.
Für die jahrzehntelange, völkerrechtswidrige Siedlungspolitik im Westjordanland genauso wie für den inzwischen völlig unverhältnismäßigen Militäreinsatz im Gazastreifen darf man nicht nur, nein man muss
“Völker haften für ihre Regierungen” - das sollte dick und fett als Merksatz am Eingang zu den Parlamenten mindestens aller rechtsstaatlichen Demokratien prangen!
Es ging um die Kriegsverbrechen in Gaza. Bitte nicht ablenken. Die völkerrechtswidrigen Siedlungen im Westjordanland sind ein anderes Thema.
Wenn man über Recht (Völkerrecht oder jedes andere Recht ) redet, sollte man sich schon um Genauigkeit bemühen.
Ich lenke nicht ab.
Erstens habe ich
ebenfalls explizit angesprochen.
Zweitens gehört beides - die Siedlungen im Westjordanland ebenso wie Israels Kriegsführung im Gaza-Streifen - untrennbar zusammen, wenn man Israels Politik in Bezug auf die Palästinenser / Palästina zutreffend einschätzen und bewerten will.
Ich frage im Gegenteil, was ist denn Dein Motiv, beide Sachverhalte so künstlich (“anderes Thema”) auseinander zu halten?
Ich halte gar nichts künstlich auseinander, aber ich habe auf deine Aussagen geantwortet, die sich explizit auf Gaza bezogen haben:
Darauf hat sich die folgende Diskussion und haben sich meine Antworten bezogen. Und wenn di meinen Antworten, die sich auf Gaza beziehen, widersprichst mit anderen Sachverhalten, ist das eine Ablenkung.
Man sollte aber noch aus einem anderen Grund unterscheiden:
Nur in Gaza werden von der offiziellen israelischen Armee in großem Stil Kriegsverbrechen begangen (vermultich), werden die Menschen ausgehungert. Das ist eine ganz andere Nummer als die Siedlungspolitik, die aber natürlich auch völkerrechtswidrig ist.
Ja, die Siedlungspolitik und die oft gewalttätigen (bis hin zu Mordanschlägen) Übergriffe der Siedler im Westjordanland haben natürlich nicht das gleiche Zerstörungspotential wie der rücksichtslose und massive Militäreinsatz Israels im Gaza-Streifen.
Ich bleibe aber dabei: Es geht Israel (allemal der derzeitigen Regierung) im Kern um die Annexion des Westjordanlandes (und damit um eine endgültige Verhinderung einer Zwei-Staaten-Lösung).
Siehe dazu auch die jüngsten Äußerungen von Israels Finanzminister Bezalel Smotrich:
Stand: 14.08.2025 13:55 Uhr
Die Pläne existieren seit vielen Jahren und sind hoch umstritten: Nun soll das Siedlungsprojekt E1 im Westjordanland kommen. Finanzminister Smotrich sagte, es gebe keine Chance für einen palästinensischen Staat.
Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich hat Pläne für ein umstrittenes Siedlungsprojekt mit dem Namen E1 im Westjordanland genehmigt. Dadurch würde Ost-Jerusalem vom besetzten Westjordanland abgetrennt, wie aus einer Stellungnahme seines Büros hervorgeht.
„Ihr habt keine Chance, es wird keinen palästinensischen Staat geben“, sagte Smotrich während einer Pressekonferenz. Er richtete sich dabei an mehrere Länder, die im September bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Anerkennung verkünden wollen. Die Zukunft des jüdischen Volkes werde nicht von Übersee aus entschieden, so Smotrich.
„Wenn ihr im September einen palästinensischen Staat anerkennt, wird unsere Antwort sein, volle israelische Souveränität in allen Gebieten von Judäa und Samaria (hebräische Bezeichnung für Westjordanland) geltend zu machen“, sagte Smotrich.
Das seit langem geplante aber zuletzt auf Eis gelegte Vorhaben ist als E1-Plan bekannt. Konkret geht es um den Bau von 3.401 Häusern für israelische Siedler zwischen einer bestehenden Siedlung im Westjordanland und Jerusalem.

Laut Kritikern teilt das Siedlungsprojekt das Westjordanland praktisch in zwei Teile - was eine friedliche Zweistaatenlösung unmöglich machen würde.
Die Palästinenser sehen in den neu geplanten Siedlungen eine Zerschneidung des Westjordanlandes in zwei Teile. Sie beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.
Das Außenministerium der Palästinenserbehörde nannte den Plan eine Fortsetzung des Völkermords, der Vertreibung und der Annexion von palästinensischen Gebieten.
Die israelische Organisation Peace Now, die die Aktivitäten der Siedler beobachtet, schrieb in einem Beitrag auf X: „Wir stehen am Rande eines Abgrunds und die Regierung treibt uns mit voller Geschwindigkeit dorthin.“ Die Pläne der Regierung würden „die territoriale Zusammengehörigkeit der Palästinenser blockieren und die Aussicht auf eine tragfähige Zweistaatenlösung zunichte machen“.
Israel hatte die Baupläne im Westjordanland seit 2012 wegen des Widerstands der USA, europäischer Verbündeter und anderer Länder eingefroren. Diese betrachten das Projekt als Bedrohung für ein künftiges Friedensabkommen mit den Palästinensern, also die sogenannte Zweistaatenlösung die von der Netanjahu-Regierung bislang abgelehnt wird.

Player: audioZivile Annektion - die Pläne radikaler Siedler in der israelischen Regierung
Israel hatte 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert, wo heute mehr als 700.000 Siedler inmitten von rund drei Millionen Palästinensern leben. Die israelischen Siedlungen dort sind nach internationalem Recht illegal. Rechtsextreme Politiker in Israel, auch Regierungsmitglieder, sprechen immer wieder offen von einer Annexion des Westjordanlandes.
Die deutsche Bundesregierung hatte die israelische Regierung zuletzt dringend aufgefordert „keine weiteren Schritte hin zu einer Annexion des Westjordanlands zu unternehmen“. Zudem hatten mehrere Staaten zuletzt Palästina als unabhängigen Staat anerkannt oder planen, dies zu tun.
Und das sind keine
von irgendwelchen wildgewordenen extremistischen Randfiguren der israelischen Gesellschaft, sondern das ist die reale Politik des Staates Israel.
Und die Sicherheit dieses Staates soll Bestandteil unserer Staatsräson sein?
Aber nicht in meinem Namen - und zusehends weniger auch im Namen einer wachsenden Mehrheit in Deutschland.
Im Übrigen: Die Ansiedlung von hunderttausenden jüdischen Siedlern inmitten von Millionen Palästinensern verbessert nicht die Sicherheit Israels, sondern gefährdet eher das Leben dieser Siedler und erzwingt geradezu die Segregations- und Apartheidspolitik Israels und die Entrechtung der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland, die von einer wachsenden Zahl israelischer Soldaten (meist eingezogene Reservisten) offenbar nicht mehr mitgetragen wird,
Das war gar nicht das, was ich bestritten habe.
Zumindest den Orthodoxen, leider lässt Netanyahu sie gewähren, weil er an der Macht bleiben muss, um seinen Po zu retten. In der Bevölkerung gibt es große Teile, die auch für eine 2-Staatenlösung sind.
ich bin es langsam leid. Nimm bitte endlich zur Kenntnis, dass ich mich ausschließlich auf die Absichten in Gaza bezogen habe.
Tja, jetzt ist es auch offiziell eine Hungersnot:

Erstmals bewerten die Vereinten Nationen die Lage in Gaza-Stadt als „Hungersnot“. Israel weist das zurück, aber die UN-Experten sind sich sicher.
Hungersnot ist für Hilfswerke ein sparsam zu verwendender und präzise definierter Begriff. Ein Gebiet befindet sich dann in einer Hungersnot, wenn mindestens 20 Prozent der Bevölkerung nicht einmal Zugang zu den zum Überleben notwendigen 2.100 Kilokalorien pro Tag haben. Mindestens 30 Prozent der Kinder unter fünf Jahren müssen akut unterernährt sein, also an Auszehrung leiden. Und mindestens 2 von 10.000 Menschen täglich an Nahrungsmangel sterben.
Festgelegt ist diese Definition im internationalen Klassifizierungssystem IPC zum Messen von Ernährungssicherheit. Dieses System, 2004 von den UN in Somalia entwickelt, ist heute der globale Standard. Darin ist „Hungersnot“ die Stufe 5 auf einer Skala von 1 bis 5 für ganze Gebiete, entsprechend einer ähnlichen Skala für einzelne Haushalte.
Im Anbetracht der Tatsache, dass diese Hungersnot von Israel künstlich herbeigeführt wurde:
62.000 (Tonnen) Lebensmittel brauchen die 2,1 Millionen Menschen jeden Monat zum Überleben – als „angekommen“ vermerkte die UN im Monat Mai 1487 Tonnen, im Juni 1086, im Juli 880 und in der ersten Augusthälfte 659, jeweils nur ein Bruchteil der ursprünglichen Lademenge. Der Monat Juli verdeutlicht die Dramatik: 880 Tonnen für 2,1 Millionen Menschen in einem Monat sind 13 Gramm pro Mensch pro Tag.
macht stich die deutsche Regierung an dieser Situation mitschuldig. Anders kann man es wohl nicht mehr sagen.
Ist aushungern ein Genozid? Bestimmt nicht, oder? Israelische Soldaten erschießen ja keine Zivilisten, richtig?
Das israelische Außenministerium veröffentlicht dazu solche Bilder:
Die Glaubwürdigkeit ist dabei gleichgültig, im Sieg liegt das Recht.
Ein Propagandaexperte und Völkermordpionier
„Es gibt Lebensmittel in Gaza“ ist sicher eine wahre Aussage.
Aber gibt es auch genug Lebensmittel in Gaza?
Gibt es auch genug bezahlbare Lebensmittel in Gaza?
Wüsste gern wann und wo die Aufnahmen entstanden sind.
Aber gibt es auch genug Lebensmittel in Gaza?
vor gerade einmal einen Monat hieß es noch, die UN sei schuld, dass keine Hilfsgüter nach Gaza kommen:
Diese Videos widersprechen sich schon gegenseitig - auf Wahrheitsgehalt kommt es da nicht an. Entlarvend ist auch in welchen Sprachen die Israelis sie veröffentlichen: Englisch, Deutsch, Italienisch, vereinzelt noch welche auf Polnisch … offenbar die Kulturkreise in denen man noch hofft einen Rest an Glaubwürdigkeit zu genießen. Bei Franzosen, Spaniern, Griechen, Portugiesen und Co muss man da nicht mehr drauf hoffen, Chinesen, Inder, Russen erst recht nicht.
Wüsste gern wann und wo die Aufnahmen entstanden sind.
Jedenfalls nicht innerhalb der letzten zwei Jahre im Gazastreifen, da sind sich alle anderen außer Bibi (und seine treudoofen Freunde) einig.