Ja, die gibt es und das ist sehr bedauerlich. Zum Glück ist das in dieser extremen Ausprägung, wie du es schilderst, nur ein relativ kleiner Prozentsatz der Gesamtbevölkerung.
Aber was folgt daraus? Sollen wir alle auf Klimaanlagen verzichten, nur weil es Menschen gibt, die sich keine leisten können? Oder was willst du sagen?
Wir sind eh schon weitab vom eigentlichen Thema. Und jetzt kommst du auch noch mit deinem anscheinenden Lieblingsthema Armut in Deutschland. Dürfen wir über nichts anderes mehr reden?
Wirklich? Über 20% die sich am 20. kein Essen mehr leisten können.
Da wir meines Wissens noch kein Geoengnineering betreiben, kann das Problem nichts mit dessen Folgen zu tun haben. Das Problem der Armut ist fast so alt, wie die Menschheit.
Extrem, massiv, daruunter machst du es nicht.
Seit wann und wo? Ich dachte , sie hätte in vielen Regionen dieser Welt in den letzten 200 Jahren abgenommen
Können wir jetzt bitte die Diskussion über Armut in diesem Thread beenden. Macht doch einen passenden auf.
@Kalo stellt die richtige Frage:
es gab und gibt immer Arme.
Was folgt daraus für irgendwelche konkreten Maßnahmen?
Können wir erst dann wieder politisch handeln, wenn alle Armut beseitigt ist?
Wenn es um Leben und Tod geht, und jemand ohne Klimaanlage dem Hitzetod geweiht ist, weil alle anderen empfohlenen Maßnahmen zum Hitzeschutz nicht helfen, stellt sich eher eine andere Frage, und zwar, ob sie zur Grundsicherung hinzu gefügt werden müssen.
Nicht wir, aber die Bewohner Südindiens betreiben es bereits unfreiwillig.
Wegen der starken Luftverschmutzung durch Feinstaub und Rußpartikel dringt dort weniger Sonne auf die Erde und es ist dort oft kühler als in Deutschland. Das erzählte mir letztens ein Inder in Deutschland als es so heiß war, und es scheint zu stimmen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage.
Wenn man eine Krankheit (hier das „Fieber“ der Erde) durch eine Veränderung des Lebensstils heilen oder abmildern kann, würde ich das immer bevorzugen gegenüber einer medizinischen Behandlung mit einem Medikament, das erst noch erprobt werden muss.
Bei annähernd 42° Grad Fieber würde ich nicht mehr auf eine Veränderung des Lebensstils warten.
Außerdem habe ich nie für eine Anwendung eines eventuellen zukünftigen Geo-Engineering ohne eine extrem sorgfältige Klärung aller möglichen Nebenwirkungen plädiert.
Insofern ist deine Antwort wiede mal absolut sinnfrei.
Das Niveau eines großen teils der Antworten hier ist mittlerweile erschreckend niedrig.
Zu dieser Prüfung gehört dann aber auch die Abwägung gegen mögliche Alternativmaßnahmen.
Also:
was kostet Geo-Engeneering?
In wie weit sind solche Maßnahmen in absehbarer Zeit technisch realisierbar?
wie wirksam sind diese Maßnahmen?
was sind die Folge- und Nebenwirkungen (und sind sie überhaupt schon überschaubar)?
Und dagegen dann die Fragen
was kostet uns eine erforderliche Änderung unseres Lebensstils?
wie wirksam wäre eine Änderung? (Wobei ich davon ausgehe, dass es hier ohnehin nur um wirksame Änderungen geht, Placebo-Maßnahmen gehören schon begrifflich nicht zu den „erforderlichen“ Maßnahmen)
was sind die Folge- und Nebenwirkungen?
Und in dem Zusammenhang zu dieser Argumentation
Das ist doch inzwischen erkennbar als kurzsichtig entlarvt.
Die Folgen des in der Vergangenheit unterbliebenen oder unzureichenden Klimaschutzes haben doch jetzt schon zu wirtschaftlichen Schäden immensen Ausmaßes geführt. Belege und Beispiele dafür sind auch hier schon reichlich vorgetragen worden. Konnte jeder nachlesen (und kann es noch, falls man zunächst zu bequem zum Lesen war).
Es ist eben eine Schimäre, dass es in einem kaputten Klima eine blühende Wirtschaft geben kann. Allemal nicht auf längere Sicht. Wird auch Donald Trump und die MAGA-Bewegung irgendwann schmerzlich erfahren.
„Jetzt erst mal die Wirtschaft wieder zum Laufen bringen, um den Klimaschutz kümmern wir uns dann anschließend wieder - ehrlich, versprochen …“
Diese Herangehensweise blendet völlig aus, dass der fortschreitende Klimawandel ja nicht einfach mal „Pause macht“ und geduldig auf den Moment wartet, wo wir uns ihm wieder huldvoll zuwenden.
Nein, auf Dauer ist der Klimawandel (und seine Folgen) „die Mutter aller Probleme“. Man kann mit ihm auch nicht „rational“ verhandeln (so wie das gute gewerkschaftlich geprägte Sozialdemokraten in langen Jahrzehnten von Tarifauseinandersetzungen gelernt und überwiegend erfolgreich praktiziert haben - und dadurch jetzt Opfer ihrer eigenen grundlegenden Erfahrungen werden, die hierauf halt nicht übertragbar sind).
Nein, die jetzt angeblich angesagte Priorität „Wirtschaft first - Klimaschutz second“ ist keine wirkliche Möglichkeit.
Wir müssen den fortschreitenden Klimawandel stoppen, zumindest sein Tempo deutlich bremsen, Klimafolgen-Anpassung betreiben und bereits eingetretene Klimafolge-Schäden reparieren - soweit überhaupt noch möglich.
Ob das „der Wirtschaft schadet“ - die Frage stellt sich so nicht. Nicht das Klima wird sich den Wünschen unserer Wirtschaft anpassen, nein, wir müssen unsere Art zu wirtschaften, zu produzieren und zu konsumieren den Erfordernissen des Klimaschutzes anpassen.
Und die vermutlich einschneidenden sozialen Auswirkungen können dann nicht zu Lasten der klimapolitischen Notwendigkeiten gelöst, sondern müssen durch innergesellschaftlichen „Lastenausgleich“ zumindest entschärft werden - soweit das überhaupt möglich sein wird.
Das ist die bittere Wahrheit und unvermeidliche Folge unseres rücksichts- und bedenkenlosen Handelns in den vergangenen Jahrzehten.
Gewarnt worden waren wir ja von der Wissenschaft rechtzeitig und nachdrücklich genug. Wir wollten nur allzu lange nicht hinhören.
Ja, und wer nicht hören will, wird fühlen …!
Das ist sachlich richtig, aber es gibt auch schon viele Hoffnungen auf den Klimawandel z.B. von der finnischen Forstwirtschaft, die sich eine längere Vegetationsperiode wünscht, bis hin zu allen möglichen Begehrlichkeiten auf Bergbau und Ölförderung in der Arktis, sobald das Eis dort weg ist.
Von daher wird es mit einer weltweiten Einigung vermutlich seeeehr schwierig werden.
Und wer verordnet diese Änderung und setzt sie durch? Global.
Das Klima ist nicht kaputt, es ändert sich. So schnell, wie noch nie in der kurzen Gechichte der sesshaften Menschheit und wir werden uns (auch) an diese Änderungen anpassen müssen. Diese Anpassungen kosten viel Geld, wie auch die Vermeidung der CO2 Emissionen, das geht nur mit blühenden Wirtschaften.
Na ja, diese positiven Auswirkungen dürften eher marginal sein. Und erst in Generationen eintreten („Der Großvater pflanzt, damit der Enkel ernten kann“, heißt es m.W. nach in der Forstwirtschaft). Soviel Zeit haben wir vermutlich nicht mehr. Und das Auftauen von Permafrostböden (und die damit einhergehende Freisetzung von Methan) im äußerten Norden Finnlands dürfte diesen positiven Effekt allemal konterkarieren.
Um dann noch mehr klimaschädliches Öl „preiswert“ verfeuern zu können.
Na klar, so wie sich der Heroinsüchtige auf leichter zugängliche Bezugsquellen für seinen „Stoff“ freut …
Reine Bewertungsfrage. Aus Sicht der heutigen menschlichen Zivilisation ist es „kaputt“. Wir sind in dem Klimabereich, wie wir ihn seit einigen zehntausend Jahren haben (hatten), zu dem geworden, was wir heute sind. Auch wenn die Dinosaurier vor 65 Mio. Jahren mit einem deutlich wärmeren globalen Klima bestens klar gekommen sind.
Und genau das ist die Frage - kriegen wir das hin?
Und wenn unsere heutige Art zu Wirtschaften aber nicht nur die Probleme immer weiter verschärft, sondern auch an den Auswirkungen des Klimawandels scheitern wird? Und das nicht erst in fernen Jahrtausenden.
Recht hast Du.
Und das gilt eben gerade auch für unsere Art des Wirtschaftens.
Letzten Endes die schiere Not. Auch und gerade global. Wir - Europa, USA - müssen dabei als Vorbild voran gehen, schon wegen des Rucksacks der historischen Belastungen, die wir der weltweiten Klimabilanz durch die im Ergebnis rücksichtslos betriebene Form der Industriealisierung aufgebürdet haben.