Es gibt keine Lösung, dafür ist es zu spät.
Nur eine Resthoffnung und das altbekannte Apfelbäumchen.
Es hilft jedenfalls nicht, die Bevölkerung mit immer schrilleren Klimauntergangsszenarien zu malträtieren und ultimativ Einsicht zu einzufordern.
Das stumpft ab und führt zu Reaktanz.
So langsam beginne ich mich über die Diskussion hier zu ärgern.
Deutschland ist nicht bei den Vorreitern im Klimaschutz, sondern im Mittelfeld. Global investiert ein großer Anteil der Staaten und viele der Unternehmen und der Privatleute inzwischen deutlich in Erneuerbare.
Deutschland hat einen Hebel über die EU, wo unsere Regierung allerdings bremst.
Die EU hat global einen großen Hebel durch ihre wirtschaftliche Macht. Viele Regulierungen werden von nicht-Mitgliedern übernommen.
Es gibt Staaten, die diese Entwicklung aktiv hintertreiben, wie die USA und Russland.
Auch innerhalb der USA gibt es eine Entwicklung hin zu Erneuerbaren, teils aus Überzeugung, teils aus Kostengründen.
Global entwickeln sich getrennte wirtschaftliche Blocks, ein fossiler und ein elektrifizierter mit jeweils unterschiedlichen Standards. Die EU hat Elektrifizierung zum Ziel. Wenn Deutschland nicht mitmacht, wird es angehängt.
Es gibt in Deutschland und der EU eine klare Mehrheit für Klimaschutz, die sich eine Beschleunigung wünscht.
Es gibt inzwischen eine relevante Menge an Jobs durch die Erneuerbaren.
Bei der Wärme gibt es eine Abstimmung mit den Füßen zugunsten der Wärmepumpe.
Mir scheint das Lamentieren über die „dumme Masse“ reichlich arrogant.
Natürlich haben die Leute auch andere Probleme, die ihnen wichtig sind. Das heißt nicht, dass ihnen das Klima nicht wichtig ist.
Die Springerpresse und die sozialen Medien spiegeln einen Widerstand gegen die Energiewende vor, der so nicht existiert.
Wirtschaftlich ist die Energiewende ein no-brainer.
Die Regierung könnte wesentlich mehr tun, ohne Bankrott zu erklären. Manches würde sogar nichts kosten.
Deinem Beitrag kann ich in allen Punkten (fast) uneingeschränkt zustimmen .
Aber, wenn das so (es sollte mehr gemacht werden) ist, bleibt doch die Frage, wie kommen wir dahin?
In den bisherigen (teil-)erfolgreichen Maßnahmen steckt ja auch die Krux, dass sie von Gegnern und Bremsern als Argument für zukünftiges „Nicht-mehr-viel-tun“ mißbraucht werden („Wir tun / haben doch schon genug / getan“).
Dem kann man m.E. erfolgreich nur mit dem ständigen Hinweis auf das objektiv Notwendige begegnen, gestützt auf die leider Gottes (oder soll ich eher sagen: Gott sei Dank) für immer mehr Menschen sichtbar, spürbar, erfahrbar werdenden Folgen des fortschreitenden Klimawandels.
Auch wenn das bei einem Teil der Adressaten vielleicht unvermeidbarer Weise genau dazu führt
Deren Widerstand muss man dann halt hinnehmen und überwinden.
Wer unbedingt „everybody’s darling“ sein möchte, wird schnell zu „everybody’s depp“.
Aber bei weitem nicht genug für eine Beschränkung des Anstiegs auf 2° oder 2,5°. Das ist eine einfache Tatsache.
Wir sind nicht die einzigen Brenser. Auch Frankreich, Polen, Italien und Tschechien sind gegen das Ziel, bis 2040 die Emissionen um 90% zu reduzieren.
Genau.
Ich glaube auch, das Wind und vor allem PV für die Stromerzeugung langsam zum Selbstläufer werden, weil sie so viele Vorteile bieten. Aber das reicht nicht, bzw. kommt viel zu spät.
Ja, die EU-Komission hat viele gute Ziele. Aber machen denn die anderen EU-Staaten mit? Die Skandiniavier sicher, die Spanier auch, aber Frankreich fliegt gerade ihre Kernkraft-Strategie um die Ohren. Und wenn Le Pen kommt?
Ja, wünschen tut sich das wohl eine Mehrheit der Bürger. Aber ob sie dafür genügend Aufwand zu treiben bereit ist, bezweifle ich.
Auch wenn wir aufhören zu lamentieren, schreitet die Klimaerwärmung voran.
Die spiegeln ihn nicht vor, die organisieren ihn, siehe Heizungsgesetz.
Sicher nicht, es sind noch bei weitem nicht alle Probleme gelöst und nicht alle Bereiche lassen sich elektrifizieren. Viele PV-Anlagen sind zwar schon mal gut, aber reichen noch nicht. Vor allem, wenn sie nicht schnell genug kommen.
Fazit: Es gibt noch eine geringe Chance für, sagen wir mal 2,5°, aber das entscheidet sich vor allem in China, Indien, USA und ja, zu ca. 6% auch in der EU.
Elektrifizierung ist ein völlig anderes Thema.
Änderungen der Energieversorgung und -nutzung, die Kosten sparen und Wettbewerbsfähigkeit erhalten, sind natürlich ein „no brainer“.
Ich beschäftige mich beruflich seit 15 Jahren damit, PV- und Windanlagenbetreiber zu beraten.
Auf die Weise habe ich vermutlich mehr zur Energiewende beigetragen als die meisten hier.
Ich plädiere nur dafür, möglichst wenige Maßnahmen zum Schutz des Klimas zu ergreifen, die der Wirtschaft erheblich schaden, und keinen moralischen Kult draus zu machen.
Im Einzelfall ist die Grenzziehung schwierig, es würde aber als erstes schon reichen, wenn man das Kreuzzüglerische bleiben lassen würde (Stichwort Klimakleber), und sich von der Vorstellung verabschiedet, dass die deutsche Regierung das Weltklima retten kann oder muss.
Was die Regierung in D tut, hat -isoliert betrachtet- auf das Klima wenig Einfluss.
Frau Reiche wird nicht an der Erderwärmung Schuld sein, egal, was sie tut.
Wer diese Kausalität behauptet, betreibt reinen Populismus.
Das nervt mich, und es verstellt den Blick auf die eigentlichen Probleme:
wie kriegen wir die Energiewende möglichst wirtschaftlich sinnvoll hin?
Blödsinn, kein Mensch behauptet hier, dass Frau Reiche persönlich die Schuld trägt an der Erderwärmung.
Klimawandel gibt es bereits seit dem Bestehen unseres Planeten, aber es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der jetzige Klimawandel durch Menschenhand erheblich beschleunigt wird und daran tragen wir eigentlich alle die Schuld. Ist halt so.
Die Bundesregierung hat auch die Pflicht, künftige Generationen, die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere zu schützen.
Beim Verbrennen von fossilen Brennstoffen wird Kohlenstoff als Kohlendioxid (CO₂) freigesetzt und sind Hauptursache des beschleunigen Klimawandel.
Dies dürfte inzwischen jedes Kind wissen.
Folgen der Erderwärmung:
weltweite (auch in Deutschland) Hitzewellen, Dürren, schwere Waldbrände und Starkregen,
viele Tier- und Pflanzenarten sterben aus, weil sich ihre Lebensräume zu schnell verändern,
Schmelzende Gletscher (s.u.) und Polkappen lassen die Ozeane steigen, was Küstenregionen bedroht.
Was schmelzende Gletscher u.a. auch verursachen können sieht man an der gestrigen Katastrophe im Himalaya. Dort hat ein Gletscherbruch eine Sturmflut verursacht und ganze Dörfer vernichtet mit vielen Toten und vermissten Menschen.
Na ja, ist ja weit weg.
Aber auch in Deutschland und in anderen Ländern schmelzen die Gletscher.
Ich erinnere mal an die Katastrophe im Ahrtal und ein Herr Söder, der verdutzt mit Gummistiefel im bayrischen Unwettergebiet stand mit den Worten:
„Damit konnte ja niemand rechnen.“
Doch!!
Um das Klima zu schützen, müssen Kohle, Öl und Gas so schnell wie möglich ersetzt werden durch Erneuerbare Energien, vor allem auch um klimaneutral zu werden.
Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber am Ende bringt es nichts, wenn dieser Ausbau absichtlich wegen wirtschaftliche Interessen blockiert wird.
Ehrlich gesagt, ich kann das Wort „Wirtschaft“ inzwischen nicht mehr hören, auch wenn eine gute Wirtschaftslage natürlich das „A“ und „O“ jedes Landes ist.
Aber, so teuer war der Hitzesommer 2026:
Der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien hat sogar inzwischen einen historisch Wendepunkt erreicht, da inzwischen mehr als ein Drittel des globalen Strombedarfs damit abgedeckt ist.
Vorreiter sind China, Indien, Asien und einige Länder in Europa.
Deutschland würde dann tatsächlich nicht alleine da stehen.
Und was macht unsere Bundesregierung bzw. unsere Wirtschaftsministerin Katharina Reiche?
Für AfD-Chef Tino Chrupalla war dieser Sommer dieses Jahr ein ganz normaler Sommer, der Rest sei „Panikmache“.
Leidet er an Wahrnehmungsstörungen?
Auch für die Union ist der Klimawandel offensichtlich noch ein „Nebenthema“, denn „Wirtschaftsförderung First“.
Das ist für mich „Populismus pur“ auf Kosten der Bevölkerung.
Ohne eine vernünftige Energiewende und Klimaschutz wird die Wirtschaft auch am Ende zugrunde gehen, weil man aufgrund der weiteren entstehenden Klimaschäden immer mehr draufzahlen muss.
Das war sicher ziemlich bedenklich. Allerdings kann man einen solchen Lokus auch nach unten hin abdichten. Fast noch ärger waren die Sickergruben, die das Abwasser im Erdreich verschwinden ließen. Ab und zu wurde mal der Bodensatz ausgepumpt. Weil aber auch die Keller mit einbezogen waren, war dies ca. 2 m dichter am Grundwasser dran. Mir sind jedoch keine dadurch ausgelösten Epidemien bekannt. Auf jeden Fall führte dies zu einem erhöhten Nitrateintrag. Doch dies war nicht die alleinige Ursache für die Beeinträchtigung des Grundwassers. Man hatte mal zu Beginn der 90er in Teltow eine flächendeckende Untersuchung der Hauswasseranlagen durchgeführt und die Ergebnisse straßenweise veröffentlicht. Dabei kam heraus: Der Nitratgehalt war in der Nähe der großen Ackerflächen am südöstlichen Rand des Siedlungsgebietes am höchsten.
Wie auch immer - ich bevorzuge allemal ein richtiges WC. Soviel Luxus muss sein!
Oder wie vor 200 Jahren in Europa. Auch hier gerieten die Menschen, die in den Fabriken malochten, von einem Elend ins andere. Es bedurfte eines harten und zähen Kampfes, aber auch der Einsicht der verantwortlichen Politiker, um für einigermaßen erträgliche Zustände zu sorgen. Auch mein Schwiegervater, dessen Vater tödlich von einem Pferdehuf getroffen wurde und der als Halbwaise eine entbehrungsreiche Kindheit erleben musste, floh später mit seiner Angetrauten aus dem landwirtschaftlich geprägten Müncheberg nach Finkenkrug am westlichen Rand Berlins (heute ein OT von Falkensee) und arbeitete bei Siemens in Spandau. Damit konnte er seine Situation zunächst verbessern. Doch dann kam der Krieg, der alles durcheinander schmiss.
Die Wirtschaft ist ganz sicher nicht alles, aber ohne diese läuft eben auch nichts. Ohne eine fortschrittliche Technologie sieht es auch mit den Erneuerbaren mau aus. Dann müssten wir uns wie die alten Germanen mit Kienspan und Brennholz behelfen. Auf diese Weise 83 Millionen zu versorgen, könnten wir vergessen. Die Energiewende muss aber auch sozial verträglich umgesetzt werden. Ein Heizungsbauingenieur, der selbst Miteigentümer eines MFH ist, fühlte sich mit dem Zwang, eine Wärmepumpe zu installieren, finanziell überfordert. Denn die vorhandenen Heizkörper wären nicht in der Lage, mit der geringeren Vorlauftemperatur die Wohnungen warm zu bekommen. Es bleibt also schwierig.
Moderne Kraftwerke auf Gasbasis sollten natürlich noch als flexible Lückenfüller geben, um gegebenenfalls auch Schwankungen bei Wind- und Solarenergie auszugleichen. Langfristig sollten sie komplett auf grünen Wasserstoff umgestellt werden, um bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen.
Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, umweltfreundlicheres Gas zu nutzen, statt reine CO2-Kompensation von fossilem Gas, beispielsweise durch Fernwärme. (Biogas oder von Müllverbrennungsanlagen)
Und dann kommt auch noch von einem Abgeordneten namens Sepp Müller, natürlich CDU, die „verrückte Idee“, als Übergangslösung Kohlekraftwerke wieder anzuwerfen, bis fossile Gaskraftwerke mit einer vergleichbaren Kapazität gebaut sind, was voraussichtlich bis 2030 oder 2031 dauern wird, statt sich mal auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu konzentrieren.
Zurück in die Vergangenheit, statt in eine klimaneutrale Zukunft.
Damit erreicht Deutschland garantiert nicht die von der EU vorgeschriebenen jährlichen Klimaziele und die Steuerzahler*innen müssen dies am Ende auch noch bezahlen.
KI:
Finanzielle Belastungen und EU-Strafen
Milliarden-Kosten für Emissionsrechte: Verfehlt Deutschland die Vorgaben der europäischen Klimaschutzverordnung (Effort Sharing Regulation), muss das Land fehlende Emissionsrechte von anderen EU-Staaten dazukaufen. Fachleute und das Öko-Institut schätzen, dass dies den Bundeshaushalt bis 2030 mit bis zu 33 Milliarden Euro belasten kann.
EU-Verfahren: Bei Missachtung der verbindlichen europäischen Vorgaben drohen zudem Vertragsverletzungsverfahren und empfindliche Bußgelder vor dem Europäischen Gerichtshof.
Einverstanden. Aber wenn ich mich recht erinnere, sah Habecks Heizungsgesetz vor, den Einbau neuer Gasheizungen - auch als Ersatz für nicht mehr zu reparierende Anlagen - zu unterbinden. Wie will man dann noch die Hütte warmkriegen?
Dennoch sehe ich zu einem Umstieg auf Erneuerbare auf die Dauer keine Alternative. Auch wegen den von Dir angeführten gelegentlichen Engpässen. Wind und Sonne müssen nicht erst die Straße von Hormuz passieren. Allerdings ist es für Ältere und weniger gut Betuchte schwierig, dafür einen einigermaßen günstigen Kredit zu bekommen.
Bundestag und Landtage sind perfekt Klimatisiert. Wer sich von seinen Diäten und dem Geld aus Moskau / Peking kein klimatisiertes Leben leisten kann, hat halt irgendwas falsch gemacht.
Der Strom wird natürlich auf Kosten derer verteuert, die sich kein klimatisiertes Umfeld leisten können. Mit dreckigem Gas und Kohlestrom.
Ich weiß nicht auf welcher Seite der Gesellschaft du lebst- aber ich vermute es. Es gibt Menschen, die können sich ab dem 20.ten Tag des Monats nicht mal mehr Essen leisten. Es gibt Menschen, die sich überlegen müssen, ob sie sich einmal im Jahr eine Jacke oder ein Paar Schuhe für 80 Euro kaufen.
Für die ist es eine finanzielle Katastrophe, wenn die Waschmaschine kaputt geht.
Die können sich keine Klimaanlage leisten. Die haben keine 1000 Euro übrig.
Ich weiß, das ist jenseits deines Vorstellungsvermögens und jenseits deiner Erfahrung.
Setzt dich mal in dein bestimmt schickes Auto und fahre zu den Hochhausblöcken in deiner Stadt, in denen die Supermarkt-Kassiererinnen, die Putzfrauen, die LKW-Fahrer, die Müllmänner, die Friseurinnen, die Arzthelferinnen, die Kellner und all die Menschen leben, die dein Leben mit ihrer unterbezahlten Arbeit angenehm machen.
Setz dich in den dortigen Dönerladen oder auf einen Spielplatz und höre mal zu, worüber diese Menschen so sprechen.
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