Staatliche Leistungen werden durch Steuergelder finanziert, die nur eingenommen werden, wenn mehr produziert wird als im eigenen Land verbraucht wird und Deutschland mehr exportiert als importiert.
Kann das ein Vorbild für alle Länder dieser Erde sein, mehr zu exportieren als zu importieren?
Würde unser eigener Sozialstaat zusammen brechen, wenn wir das nicht mehr täten?
Ich habe „ in der Absolutheit“ geschrieben, weil starke Exporte natürlich auch Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze und damit Steuereinnahmen und Sozialabgaben generieren. Wenn die gleiche Wirtschaftskraft durch heimischen Konsum generiert würde, würde es auf das Gleiche herauskommen.
Hier im Forum wird doch immer von den Vielen geschrieben, die sich nichts leisten können. Die haben noch Luft nach oben. Es gibt auch durchaus sinnvollen Konsum. Wenn sich Z. B. noch mehr Leute eine Solaranlage kaufen, ihren Verbrenner durch ein E-Auto ersetzen, usw.. Und dann gibt es noch viel bei Dienstleistungen.
Überkonsum ist, wenn man mehr konsumiert als man benötigt.
Ja, es wird dann aber auch regelmäßig darauf geantwortet, dass dafür andere Menschen mehr konsumieren müssen, um Arbeitsplätze oder Unterstützung für diejenigen zu schaffen, die sich wenig leisten können.
Das ist doch keine sinnvolle Definition, mit der man ökonomisch oder steuerrechtlich irgendetwas anfangen kann.
Aber zurück zum Kern:
Dieser Satz ist einfach grundfalsch. Es gibt bei uns keine Exportsteuer, und wenn es sie gäbe, würde sie neben den anderen Steuerarten eine untergeordnete Rolle spielen.
Ich meinte die Steuereinnahmen aus der Einkommensteuer der Leute, die für den Export und für den Überkonsum produzieren, oder der Leute, die mit den Produkten handeln, ob wir darauf verzichten können und trotzdem einen Sozialstaat aufrecht erhalten…
Ja, aber ohne Überkonsum, also für jeden ab jetzt nur noch das von der Regierung/Parlament festgelegte Existenzminimum.
Ernste Antwort: Um das zu beurteilen, brauchst du Zahlen. Ich habe dir eine wesentliche geliefert.
Ich halte eine ausgeglichene Leistungsbilanz für wünschenswert (das beinhaltet mehr als nur Waren). Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und wir müssen unsere Sozialsysteme an die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft (BIP, Steueraufkommen, Leistungsbilanz) anpassen. Umgekehrt funktioniert das nicht. Das ist genau einer der immer wiederkehrenden Streitpunkte.
Das betrachte ich auch als Vorteil, aber trotzdem habe ich den
Eindruck, dass die Menschen früher mit weniger ausgekommen sind, und dass es jetzt nur solange funktioniert wie alle immer mehr bekommen.
Ich kann mich ja nur bis in die 1960er Jahre zurück erinnern.
Wir hatten im Bad keine Steckdose, haben nur zwei Zimmer geheizt, und im Zählerschrank waren drei graue Schraubsicherungen. Das war normal und kein Zeichen für Armut.
Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl als ich die Elektrik in der Wohnung (sie hatte ca. 10 Jahre leer gestanden) neu gemacht habe und den fetten neuen Zählerschrank mit den vielen Stromkreisen gesehen habe. Da war ich richtig peinlich berührt, dass es nicht mehr üblich war, mit weniger Stromverbrauchern zu planen.