„Präsident Franklin Roosevelt praktizierte von 1933 bis etwa 1941 eine alles in allem chaotische Stop-and-Go-Geldpolitik, hatte eine schädliche Tendenz zu sozialistischen Zentralplanmaßnahmen mit staatlichen Preisfixierungen und verunsicherte die Wirtschaft durch willkürliche Pogrome gegen einige Großunternehmen und ihre Vorstände, die Roosevelt nicht passten“ (Zitat aus dem verlinkten Artikel)
Du und deine Projektionen
Also, auch wenn ich wenig Ahnung von Wirtschaft habe:
Verschuldung und internationale Verflechtung: Dank Corona und Ukraine-Krieg haben wir schon eine steigende hohe Staatsverschuldung. Die USA liegen nach Japan, Sudan und Venezuela mit ca. 124 % – 127 % an weltweit vierter Stelle und in Europa stehen Griechenland, Frankreich und Italien an erster Stelle. Auch in Deutschland wächst die Verschuldung. Der Nahostkrieg und die damit verbundenen Ölpreiserhöhungen wirken sich aus und verschärfen die Krise, die durch den Ukraine-Krieg entstanden ist.
Zudem hat Chna eine hohe Inlandsverschuldung als wichtiger Player auf dem Weltmarkt, was China 1929 noch nicht war.
Geldpolitik der Notenbank: die Inflation in den USA ist schon weit vorangeschritten, bei uns macht sie sich auch stark bemerkbar. Der Leitzins ist jetzt auch schon auf 3,75 % – 4,00 %.
Überproduktion und sinkende Nachfrage: China subventioniert seine Überproduktion an Industriegütern. Bei Verbrennerautos, Luxusgütern und anderen Verbrauchsgütern sinkt die Nachfrage wegen der Inflation. Ob sie steigende Nachfrage nach Rüstungsgütern und KI dies auffangen kann, ist fraglich.
„Rasant steigende Sozialausgaben (etwa durch die Einführung eines bezahlten Mutterschutzes, bezahlter Urlaubstage oder auch einer kostenlosen medizinischen Versorgung für alle Arbeitnehmer) wurden größtenteils durch Geldmengenausweitung finanziert und mündeten in anhaltend hohen Staatsdefiziten und Inflationsraten. Parallel dazu erodierte die Wirtschaftskraft im Zuge von Betriebsverstaatlichungen und angesichts eines zunehmenden Protektionismus“ Argentinien - Warum eine Staatspleite selten allein kommt - Flossbach von Storch
Ja, der erwartbare platte Einwand.
Nochmal: Norwegen.
Der Staat könnte Geld in Aktien anlegen.
Oder man könnte die Rente über sowas wie Pensionsfonds sichern (siehe USA).
Oder er könnte den Kauf von Aktien fördern, wie es jetzt mit der Frühstart-Rente passieren soll (da ist die Linke dagegen, weil das ja bedeutet, Aktionär zu werden oder warum auch immer).
Oder er könnte dafür sorgen, dass die Leute Geldanlage am Kapitalmarkt nicht mit „Spekulieren“ gleichsetzen und sich endlich von ihren nutzlosen Sparbüchern verabschieden.
Und mit ein bißchen Finanzbildung hätten sie dann auch nicht die beschissene „T-Aktie“ gekauft.
Die Tatsache, dass Du kein Geld hättest, selber Aktien zu kaufen, und nicht verstehst, wie das alles funktioniert, bedeutet nicht, dass es unsinnig ist.
das ist das übliche Gejammere und Schwarzmalen.
Natürlich gibt es Probleme und Risiken, auch am Kapitalmarkt und in der globalen Wirtschaft.
Aber was folgt daraus?
Alle Börsen dichtmachen (dient nur den Spekulanten) und alle internationalen Konzerne einstampfen (machen nur die Milliardäre noch reicher)?
Du frönst wie immer Deinem Hang zur Problematisierung und Problembeschreibung, aber welche Lösung bietest Du an?
Erstmal: viele meiner alleinerziehenden Freundinnen gerieten in eine Phase des Bezuges von Sozialhilfe/ALG2 und mussten ihre Geldanlagen zum Lebensunterhalt einsetzen. Bei der Einführung von Hartz 4 lag das Schonvermögen zum Zweck der Alterssicherung bei 10 000 Euro.
Auch ich musste mein Vermögen einsetzen, um auf Armutsbasis die kleinen Blagen großzuziehen, die jetzt die Renten der anderen zahlen.
Dummerweise habe ich mir nach viel Druck von außen auch noch eine Riesterrente zugelegt … aber egal.
Leuten, die ihr Erwerbsleben lang Pflichtbeiträge in die Rente eingezahlt haben, haben etwas für ihre Altersvorsorge getan. Dass die Rentenversicherung jetzt die versprochene Rente nicht zahlen kann, ist nicht die Schuld der Rentner, sondern die Schuld derer, die nicht vernünftig geplant haben und z.B. die riesigen Rentenansprücher der EX-DDRler mit diesen Beiträgen finanziert haben.
Genau- oder wie der Pensionsfond in Norwegen: mit Vonovia-Aktien ( )
Genau, wie vor dem 2. Weltkrieg - Kapitalbasierte Rente und dann war alles weg…
Besser ist das. Bisher hat es schon so viele Börsencrashs gegeben, die beweisen dass dieses Finanzsystem wohl irgendwie nicht funktioniert. Zumal die größten Börsenunternehmen ja nicht mal was Handfestes produzieren. In den USA haben starke Börseneinbrüche viele Rentner immer wieder in Schwierigkeiten gebracht.
Warum soll ich eine Lösung anbieten? Ich habe immer brav meine Rentenbeiträge gezahlt - jetzt muss der Staat eine Lösung anbieten, wenn er meine Altersvorsorge anderweitig verjubelt hat.
Dieser Frage möchte ich unbedingt weiter nachgehen und euch an meinen Erkenntnissen Schritt für Schritt teilhaben lassen.
Inzwischen habe ich diese Seite gefunden:
Es ist gerade ein bisschen rumpelig, weil ich im Zug sitze, aber ich werde diesen Beitrag nach und nach ergänzen.
Dies hier sieht doch gut aus für die lieben Enkel, oder habe ich etws übersehen?
Bundesrep.Deutschland Anl.v.2021 (2050) Grüne
WKN103072
ISINDE0001030724
Die Anleihe läuft bis 2050, dann werden die Enkel (falls ich mal welche bekomme) im besten Alter sein, um sich den angelegten Betrag auszahlen zu lassen. Kaufen kann man sie aktuell zum halben Preis, d.h. man zahlt jetzt 420 € und bekommt 2050 dann 1000 € zurück, wenn die Bundesrepublik Deutschland dann noch existiert.
Jetzt müsste ich nur noch wissen, wofür das Geld bis dahin eingesetzt wird. Der Name „Grüne“ klingt ja schon mal ganz gut.
Jetzt habe ich mal die Google-KI gefragt;
„Woran erkenne ich, dass das Geld, dass ich mit dieser Anleihe dem Bund leihe, tatsächlich für grüne Projekte eingesetzt wrd?“
Sie hat geantwortet:
"Dass Ihr Geld tatsächlich in ökologische Projekte fließt, stellt die Bundesrepublik Deutschland über das Rahmenwerk für Grüne Bundeswertpapiere, eine externe Zertifizierung und eine verbindliche jährliche Berichterstattung sicher. Der Bund nutzt hierfür ein weltweit einzigartiges Kontroll- und Zwillingssystem, das Greenwashing ausschließt. [1, 2, 3, 4]
Die konkreten Kontrollmechanismen teilen sich in fünf Säulen auf:
1. Zweckbindung im Bundeshaushalt
Der Bund darf die Erlöse nicht einfach für den allgemeinen Staatshaushalt ausgeben.
Das Geld ist strikt an „grüne Ausgaben“ des jeweiligen Vorjahres gekoppelt.
Es werden ausschließlich Projekte finanziert, die nach internationalen Standards dem Klima-, Umwelt- und Naturschutz dienen.
2. Der Allokationsbericht (Mittelverwendung)
Das Bundesfinanzministerium veröffentlicht jedes Jahr im Frühjahr den offiziellen Allokationsbericht der Grünen Bundeswertpapiere. [1]
Auf der Suche nach diesem Bericht (habe ihn noch nicht gefunden) habe ich gesehen, dass Lars Klingbeil durch Deutschland tourt, um die Projekte, die mit dem „Sondervermögen“ finanziert werden, zu präsentieren. Hier ist eins davon:
genau, und der Strassenverkehr funktioniert auch nicht, weil es immer wieder Unfälle gibt, der sollte auch abgeschafft werden. und der Flugverkehr.
und immer wieder gehen große Gesellschaften pleite.
Die ganze Wirtschaft sollte man abschaffen.
Mann, dat is ein Niveau …
Ist Dir bekannt, welche betriebs- und volkswirtschaftliche Funktion eine Börse hat?
Warum gibt es sowas überhaupt?
Damit ich da zocken kann?
Ansonsten hier eine Grafik zum Scheitern der Börse als System:
Das ist die Entwicklung des Dow Jones seit ca. 1914.
Damals stand er bei ca. 50, heute bei ca. 52.000.
Da sind zwei Weltkriege, die Weltwirtschaftskrise 1929/30 und alle anderen Katastrophen des 20. Jhdts drin, kalter Krieg, Kubakrise, 9-11 etc. etc.
Bei Wiederanlage der Dividenden ergibt das eine Rendite von knapp 8% p.a.
Wo soll ich mein Geld anlegen, wenn nicht da?
Auf dem Sparbuch?! Was würdest Du tun, wenn Du morgen EUR 1 Mio. bekämst?
Wie und wo würdest Du investieren?
Die ach-so-klugen Deutschen machen ja lieber eine Riesterrente oder lassen sich von Manfred Krug die Telekom-Aktie aufschwatzen.
Und spotten dann auch noch darüber, dass andere Länder mit Fonds, die auch in Vonovia investieren, gute Ergebnisse für ihre Bürger oder Versicherten erwirtschaften.
Das ist wie bei der AfD: die ideologische Position ist wichtiger als die eigenen Interessen.
Und genauso tickt die Berliner Linke, und zT offenbar auch die dortigen Grünen und die SPD, wenn es um die Vergesellschaftung geht.
Ahnungslos und auch noch stolz drauf.
das ist unwürdig.
Jetzt sind die Ossis und die Wiedervereiningung schuld?
so wie die Ausländer an der Wohnungsknappheit schuld sind?
Die Suche nach Sündenböcken ist immer ein Zeichen klarer politischer Analyse
Du weisst so gut wie ich, dass es bei der Rente ein demografisches Problem gibt.
Hätten die heutigen Renter und wir alle mehr Kinder bekommen, sähe die Lage bei der Rente besser aus. Insofern wäre ich mit Schuldzuweisungen hübsch vorsichtig.
Rente beruht zudem im Grundsatz weniger auf Schuld, als auf Mathematik.
ich verstehe, dass sich das scheisse anfühlt, und es ist eben auch scheisse.
Die Ursache liegt aber nicht im System der Rente, sondern darin, dass Du alleine warst und nicht arbeiten konntest, vermute ich.
Wie lässt sich das beheben?
Indem alleinerziehende Mütter Rentenansprüche auch ohne Einzahlung erwerben?
Dann kommen Leute wie Du und sagen:
„Dass die Rentenversicherung jetzt die versprochene Rente nicht zahlen kann, ist nicht die Schuld der Rentner, sondern die Schuld derer, die nicht vernünftig geplant haben und z.B. die riesigen Rentenansprüche der alleinerziehenden Mütter mit diesen Beiträgen finanziert haben.“
Mögt ihr das vielleicht in diesem thread diskutieren?
In diesem thread geht es ja nicht darum, wie die Kinder und Enkel ihre Großeltern versorgen sollen, sondern umgekehrt darum, was Eltern und Großeltern für jetzige und zukünftige Kinder tun können.
Indem Mütter Anspruch auf Unterhalt vom Kindsvater haben, wenn sie die Kinder großziehen und nicht der Armut und staatlichen Unterstützung anheimfallen. So wie in deinem viel gelobten Norwegen z.B..
Damit wir mal wieder zum Titelthema zurückkommen.
Die Kindergrundsicherung gibt es nicht. Aber ein guter Aspekt sind die 12 % der Kinder in Deutschland, deren Eltern ALG2 beziehen. Die dürfen nämlich kein „Vermögen“ anhäufen, dh. bei 5000 Euro Vermögen ist Schluss. Zum Vermögen zählt übrigens auch anteilig die Mietkaution, die für eine Wohnung hinterlegt wurde.
Die sind dann bei diesen ganzen im Eingangspost aufgeführten Anlagemöglichkeiten schon mal ausgeschlossen.
Es war ein Vorschlag von @maassand die Kindergrundsicherung über Darlehen zu bezahlen, und dann muss man sich schon überlegen, wer die dann wieder zurück zahlen soll.
Ja, das sind sie dann wohl. Trotzdem können aber andere Menschen dem Staat oder Unternehmen Geld leihen, um davon u.a. Klimaschutzmaßnahmen zu finanzieren.
Ah- soweit sind wir schon. Die Väter sind mit immer geringeren Unterhaltspflichten aus der finanziellen Verantwortung, die Mütter müssen zusätzlich zur Carearbeit ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, soweit es die Kinderbrtreuungszeiten zulassen, die sie von ihrem Einkommen bezahlen und die Kinder müssen für ihren Lebensunterhalt zukünftig einen Kredit aufnehmen.
Mein Finanzierungskonzept wäre ganz einfach: Die Väter der Kinder wieder zur Kasse zu bitten, so wie früher in Deutschland und in anderen europäischen Ländern jetzt noch üblich, anstatt „Vater Staat“ die Alimente zahlen zu lassen. Schröder und Fischer mit ihren 6 Ex-Frauen haben sich und anderen Männern damals bei der Familienrechtsreform das Geschenk gemacht, nicht mehr unterhaltspflichtig zu sein. Seitdem zahlt der Staat und der ist pleite.
Wie gesagt, oberflächlich ähnlich. Die Verschuldung einiger Staaten (Frankreich) könnte für die EU ein großes Problem werden, ob sie einen nachhaltigen Aktion Crash auslösen kann, ist fraglich. Und die Inlation hat exogene Gründe (Iran), in der Depression hat wir Deflation.
China hat eine boomende Wirtschaft, und was wir Überproduktion nennen, könnte Chinas Strategie sein, um unsere Industrien zu überrollen.(Doris Fischer, China Expertin bei Markus Lanz am 22.10.)