MS ist durch die große Zahl der Betroffenen zum Glück gut mit Forschung und Mitteln bedacht. MS macht berufsunfähig , Cortison wird bei MS nur noch kurzzeitig und intravenös verabreicht. Der Nebenniere ist das erstmal egal, bis die Therapie endet. Dann wird es problematisch weil die Nebenniere wegen der Überflutung im Pausenmodus ist und dann plötzlich wieder anspringen muss. 30 mg Cortisol sind die normale Tagesleistung.
Es gibt unendlich viele Vermutungen, die aber bei Autoimmunkrankheiten immer nur Hypothesen bleiben.
Darmkeime sind vor Allem beim Nicht Vorhandensein nach einer Cortisostoßtherapie gesundheitsschädlich aber als Schubauslöser sind sie nicht der wichtigste Kandidat.
Welche Option ? Bitte erst fertig überlegen und dann nochmal.
Warscheinlicher ist jedoch das die Ursache woanders zu suchen ist , da Krebs auf einem fehlerhaften Reparaturablauf und der Vermehrung fehlerhafter Zellen beruht. MS dagegen hat mit dem Angriff der eigenen Immunabwehr auf gesunde ( Nerven-) zellen und der folgenden Vernarbung des zerstörten Gewebes zu tun.
Die einzige Chemo die bei MS Sinn macht ist die Multiplen sich rasant ausbreitenden Entzündung(sherde) in der Standard Schubtherapie in künstlichem Cortisol = Cortison zu ertränken ( die inflammation zu löschen ) Parallelen zu Krebs sehe ich dabei nicht. Bei Krebs werden mitunter gleiche Techniken angewandt, meist werden jedoch gezielt Zellen angegriffen / zerstört mit dem Kollateralschaden der irgendwann zu überbordenden Kollateralschäden bei gesunden Zellen führt.
Das ist ein bekannter Ansatz für Krebstherapien. Bei Autoimmunkrankheiten ändert es nicht das Verhalten des Immunsystems. Es ist keine Fehlfunktion. Es ist eine Überfunktion.
Bisher ist der Menschliche deutlich komplizierter allein schon weil es sehr viele Funktionen gibt, die nicht einmal verstanden sind.
Zum Beispiel das Geheimnis des Lebens.
Man kann inzwischen viele Zellen des Körpers exakt nachbilden. Zum Leben wurde noch keine erweckt.
Ich habe mit einem Zellforscher gesprochen, der meinte wenn er dieses Geheimnis lüften könne würde er mit dem Fund und den Folgeforschungen gleich eine ganze Serie von Nobelpreisen erringen können.
Computer geben in der Zwischenzeit ganz anständige Helfer bei Forschungs und Rechenaufgaben
her. Zum Beispiel in der Grundlagenforschung zum Ermitteln von 3 - D Modellen von Proteinmolekülen.
Es gibt inzwiachen sehr viel unterschiedliche Ansätze, um die Schubhäufigkeit herab zu setzen.
Seit kurzem sogar ein Orales Medikament das bei sekundär progredientem ( das heißt fortgeschrittenem ) Verlauf noch Vorteile bringen kann.
Alle MS Medikamente haben teils gravierende Nebenwirkungen. Nur eine individuelle Betrachtung der Verlaufsform und die vorhandenen Symptome erlauben es die Therapie durch den behandelnden Neurolgen abzuwägen.
Es gibt tausende Mediziner , Mikrobiologen, Pharmakologen , und andere Wissenschaftler, die da dran sind. Sowohl bei Krebs als auch bei MS gibt es unfassbar große Budgets zur Erforschung neuer Medikamente. Das liegt unter anderem an der Häufigkeit der Krankheiten und der Gruppe Menschen die am Häufigsten betroffen sind.
Krebs bekommen viele Menschen irgendwann bis zu Ihrem Todmit erhöhter Chance bei steigender Lebenserwartung. ( Europa und Nordamerika , Japan ) Auch reiche Menschen erkranken an Krebs, arme mit geringer Lebenserwartung um so seltener. MS kommt überwiegend in den Vitamin D Mangelgebieten der nördlichen Hemisphäre vor.
Also auch in Europa und Nordamerika. Da wo das meiste Geld zum Forschen ist.
Das macht nur bei wenigen ganz speziellen Fällen Sinn, da das Immunsystem seine zerstörende
Wirkung eher nicht durch Austausch von Immunzellen verliert.