Effizienzstandards für Rechenzentren absenken oder doch lieber erhöhen?

Katherina Reiche will Effizienzstandards für Rechenzentren laut Monitor absenken (Minute 2.19 und ab Minute 7.55)

Monitor - KI-Boom: Kampf um Deutschlands Ressourcen - hier anschauen?

Ich würde sie stattdessen lieber erhöhen.
Mir schweben dabei kalte Wärmenetze für die Abwärme von Rechenzentren vor, das heißt Erdschleifen von Sole im Boden, die als Reservoir für Wärmepumpen im Winter dienen, und im Sommer den Boden dann wieder aufheizen.

Klingt das realistisch? Gibt es das schon irgendwo?

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Ohnehin sind die allermeisten Daten nur Ramsch, Schrott oder Müll - we immer man das bezeichnet. Ich kann mich noch an die ersten Exkursionen ins Internet während eines Lehrganges erinnern. Da bedurfte es einiger Minuten, um ein kleines Bildchen zu laden. Ich will den seitdem erfolgten Fortschritt nicht miesmachen, aber alles hat seinen Preis, so wie auch die dafür aufgewandte Energie. Da diskutieren wir über Geoengineering zur CO2 Reduktion oder zur Verminderung der Sonnenstrahlung - und bleiben doc voll auf Wachstumskurs.

Ich erinnere mal eben auch an die 2 Berliner Behörden, die durch Hackerangriffe weitgehend lahmgelegt wurden. Und da sollen wir uns alle an den digitalen Nasenring legen lassen? Man muss auch damit rechnen, dass irgendwann nicht nur menschliche Hacker ihr Unwesen treiben, sondern eine KI unsere fast totale Abhängigkeit von der IT nutzt, um uns zu kujonieren. SKYNET lässt grüßen!

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Vorschlag: kündige deinen Internet-Vertrag. Dann bist du den Nasenring los.

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Und du wärst mich los. Nee, ich habe nichts gegen IT, gegen das Auto oder gegen einen sonstigen Bestandteil des Fortschritts. Aber alles muss mit Sinn und Verstand genutzt werden.

Warum der IT-Experte Manuel Atug Berlins Digitalstruktur für „archäologisch wertvoll“ hält, können Sie heute in der ungekürzten Checkpoint-Originalausgabe lesen.

(Tagesspiegel-Newsletter „Checkpoint“ vom 20.8.2026)

Und sicher muss es sein. Manuel Atug postet übrigens auch gelegentlich mal was auf LikendIn. Und es gibt hier noch eine Besonderheit: Dein Auto wird sich nicht mit Vorbedacht mit dir an den Baum setzen. Eine KI kann jedoch ein fatales Eigenleben entwickeln. Zudem gibt es auch Leute, die mit der allerneuesten Technik nicht so gut zurechtkommen oder ganz einfach keinen Bock darauf haben.

Liebe Leute, es geht hier eigentlich um Energieeffizienz, nicht um die KI grundsätzlich..

Die KI sagt dazu folgendes (Google Gemini) auf den Prompt
„Wie baut man ein Rechenzentrum mit einem kalten Wärmenetz?“:

"Ein Rechenzentrum mit einem kalten Wärmenetz (auch Anergienetz oder kaltes Nahwärmenetz genannt) wird gebaut, indem die Serverabwärme mit niedrigem Temperaturniveau von 15 bis 35 °C direkt in eine Ringleitung eingespeist und als Wärmequelle für umliegende Gebäude genutzt wird. [1, 2]

Grundkonzept und Funktionsweise

Temperaturniveau: Das Netz transportiert Wasser mit Temperaturen meist zwischen 10 und 25 °C (im Sommer auch höher, bei Einspeisung bis 35 °C). [1]

Kühlung des Rechenzentrums: Die Server geben ihre Abwärme über Wärmetauscher oder Flüssigkühlungen an den Rücklauf bzw. das kalte Netz ab, wodurch eine energieintensive Kältemaschine oft entfallen kann. [1, 2, 3]

Wärmenutzung beim Verbraucher: Die angeschlossenen Gebäude (Wohnungen oder Büros) entnehmen die Wärme aus dem Netz und heben sie über dezentrale Wärmepumpen lokal auf ein nutzbares Niveau (45 bis 65 °C) an. [1]

Wichtige Schritte beim Bau

Hydraulische Einbindung: Installation eines geschlossenen Rohrsystems (z. B. korrosionsfreie Kunststoffrohre wie PP-RCT), das das Rechenzentrum als zentralen Erzeuger/Abnehmer mit dem Quartier verbindet. [1, 2]

Kühlsystem im Rechenzentrum: Einsatz von Direkter Flüssigkeitskühlung (Direct Liquid Cooling) oder hocheffizienten Rückkühlern, die für die moderaten Vorlauftemperaturen des Netzes optimiert sind. [1, 2]

Netzregelung und Speicher: Integration von Erdsondenfeldern oder Pufferspeichern, um überschüssige Wärme im Sommer ins Erdreich zu speichern oder bei geringer Rechenlast das Netz zu stabilisieren. [1]

Rechtliche Vorgaben (Deutschland): Beachtung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG), das strenge PUE-Grenzwerte (Power Usage Effectiveness) und Vorgaben zur Abwärmenutzung für neue und bestehende Rechenzentren vorschreibt. [1]

Ein kurzer Einblick in die Praxis der Abwärmenutzung für Wohngebiete:

3m

Heating your home with industrial waste heat? | mex

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YouTube · Hessischer RundfunkMöchten Sie wissen, welche gesetzlichen PUE-Grenzwerte genau für Ihr geplantes Rechenzentrum gelten oder benötigen Sie Details zur Auslegung der Wärmepumpen?
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Könnt ihr als natürliche Intelligenzen damit etwas anfangen?

Das ist streng genommen sogar gesetzliche Vorschrift in Deutschland:

Unternehmen haben die anfallende Abwärme durch Maßnahmen und Techniken zur Energieeinsparung durch Abwärmenutzung wiederzuverwenden, soweit dies möglich und zumutbar ist. Im Rahmen der Zumutbarkeit sind technische, wirtschaftliche und betriebliche Belange zu berücksichtigen. Dafür sollen Maßnahmen zur Abwärmenutzung nicht nur auf die jeweilige Anlage beschränkt werden, sondern auch Nutzungsmöglichkeiten der Abwärme auf dem Betriebsgelände sowie bei externen Dritten einbezogen werden. Um größtmögliche Effizienzgewinne zu erzielen, soll die rückgewonnene Abwärme kaskadenförmig, entsprechend ihrem Exergiegehalt, als Maß ihrer energetischen Qualität oder Arbeitsfähigkeit oder in abfallenden Temperaturschritten, mehrfach wiederverwendet werden.

§16 Abs 2 EnEfG - ein Gesetz aus dem Hause Habeck (bzw. nationale Umsetzung von EU-Vorgaben).

Wenn Energie das kosten würde, was sie volkswirtschaftlich kostet, bräuchte es dafür in meinen Augen gar keine Gesetze, sondern der Markt könnte das selbst regeln. Die aktuelle Preisstrukur, wo manche Kostenpunkte exklusiv den Haushaltskunden auferlegt werden, führt im energieintensiven Gewerbe nicht unbedingt zu erhöhter Sparsamkeit. Und so tut es derzeit niemanden weh (außer der Umwelt), dass jede google-Anfrage erstmal eine KI-generierte Zusammenfassung ausspuckt.

Ja, danke, das ist noch mal ein guter Aspekt.

Es wird ja irgendwann vermutlich die kostenlose KI-Nutzung nicht mehr geben, aber dann wird es möglicherweise einen Aufschrei der Massen geben.

Ja, das wäre gut. Zum Ausgleich dann das Klimageld, welches man als Otto Normalverbraucher statt für die KI-Nutzung dann auch für eine Massage ausgeben könnte?

Speziell beim Strom gibt es momentan Regeln die dafür sorgen, dass Haushaltskunden deutlich mehr zahlen als industrielle Kunden - Stromsteuer wird praktisch nur bei Privatanschlüssen fällig, Umlagen für KWK oder Offshore zahlen auch nur Privatkunden. Letztendlich ist das eine versteckte Subvention, die die privaten Stromkunden an die Industrie bezahlen. Mit dem morgendlichen Kaffee zahlt man praktisch auch für die google-KI (oder den bald letzten VW-Golf).

Wenn diese Ausnahmeregeln abgeschafft würden (Bürokratieabbau und so), es also eine vergleichbare Belastung für alle Stromkunden gäbe, würde der Strompreis im Privatbereich um die 10ct/kWh niedriger liegen als heute. Bei einem Durchschnittshaushalt mit 3000kWh/Jahr Verbrauch wären das immerhin 300€ Entlastung - dafür kann man sich schonmal eine Massage gönnen.

Wenn man dies in eine Forderung umformulieren würde, wie würde diese lauten?

„Höhere Strompreise für Unternehmen?“
Das wäre typisch grün. :slightly_smiling_face:

„Gerechtigkeit bei den Strompreisen?“
Das wäre typisch links

Beiden würde man vorwerfen, dass die Industrie dann ins Ausland abwandert und die kleineren Betriebe pleite gehen.

Ich glaube das Thema ist zu komplex (und zu wenig emotional) um daraus eine Forderung an (potentialle) Wähler zu formulieren. Solche Themen werden doch typischerweise auf Lobbyebene „gestaltet“ … und da konnte sich die Massagelobby bislang noch nicht gegen die energiehungrigen Rechenzentren durchsetzen.

Obwohl Agrardiesel ist eigentlich genau der selbe Mechanismus und der hat vor nicht allzu langer Zeit mal für ordentlich Stimmung gesorgt (aber auch eher zugunsten der armen Landwirte und weniger zugunsten von Preisparität).

Ja, deshalb frage ich (als Lobbyistin) für einen Umweltverband, der gerade eine Position zu Rechenzentren erarbeitet.

Ein sehr guter Vorsatz.

Bist du sicher, dass du in diesem Forum den dazu nötigen Sachverstand findest? Oder wäre unsere Diskussion darüber vielleicht einfachVerschwendung von RZ-Leistung?

Wie du ja weißt, ist die Diskussion öffentlich lesbar, und sie könnte dadurch weitere Menschen mit Sachverstand anziehen. Es bestünde auch die Möglichkeit, sich als ehrenamtlicher Referent zu einem Treffen mit ca. 150 Leuten im November in Berlin anzubieten, wenn man mir hier im Forum eine persönliche Nachricht schreibt.

Mach mal.

Danke für die Erlaubnis. :folded_hands: :wink:

Das war eine Ermunterung.

Da ich die Veranstaltung mit organisiere, würde ich jemanden bevorzugen, der damit mehr Erfahrung hat, aber wenn sich niemand findet, bleibt mir wohl nichts anderes übrig als es selbst zu machen. Was soll daran ermuntern?

Falls du mir natürlich sagen wolltest, ich sollte mir ruhig mehr zutrauen (wovon ich nicht ausgehe), dann danke für das Kompliment.

Und wenn der Betreiberverein dies federführend übernehmen würde, wird zumindest der Sinn und Zweck dieses Forums endlich mal erfüllt.

An dem Gedanken ist wirklich nichts Ermunterndes.

Das können auch klassische Wärmenetze sein. Da steht die Wärmepumpe beim Rechenzentrum.

Hätte Vorteile:

  • Man bekommt über den Rohrdurchmesser mehr Wärme wegtransportiert.
  • Man kann niedrigere Temperaturen im RZ erreichen.
  • Man braucht nur an einem Standort eine WP.
  • Man kann bestehende klassische Wärmenetze nutzen
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