Der Weg zum Erfolg

Deswegen hatte ich den Begriff „Fähigkeiten“ verwendert. Das subsummiert alles Mögliche. Ein begnadeter Tennisspieler wird mit Talent, Fleiß, Ausdauer, Zielstrebigkeit usw. erfolgreich und manchmal auch sehr reich. Ohne Intelligenz wird er nach Karriereende allerdings auch schnell wieder arm.

1 „Gefällt mir“

@Duke

Es gibt 2 Gründe, die zumindest zum Teil (und vor allem in unserer Gesellschaft) diese Unterschiede ausgleichen sollte:

  1. Die Würde jedes Menschen unabhängig von seinen Entscheidungen, und losgelöst von der für die Gesellschaft erbrachten Leistungen…

  2. Der Unterschied z.T: auf einer Fehleinschätzung der Gesellschaft gegenüber der von Leuten erbrachten Leistung für ebendiese Gesellschaft beruht, die es zu korrigieren gilt - wie kann es sein, dass - selbstredend viel zu spät - jetzt - zumindest rhetorisch(?!) - erkannt wird, dass Sozialberufe systemrelevant sind - ohne diese systemrelevante Leistung, die erbracht werden, entsprechend zu honorieren? Was passiert mit einem Manager, der für ein Unternehmen systemrelevant ist - er bekommt immer mehr und mehr Geld - nun wird die Krankenschwester nicht vom Unternehmen sondern vom Staat finanziert - der greift aber dabei auf die „erwirtschafteten“ Steuergelder zurück…
    Wenn also die Krankenschwester (bis zu ihrer Ablösung durch einen Roboter :frowning: als systemrelevant erkannt wird (und zwar durchaus auch von Unternehmen, die diese Arbeitnehmer auch brauchen, um gesundes Personal zu haben), müsste die Bereitschaft, mehr Steuern zu zahlen, um das trotz Demografie zu ermöglichen, eigentlich hoch sein…
    Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Unternehmen, die selbst eine kleine Erstversorgungsambulanz (oder auch Kindergärten haben (müssen?!), diese dort Beschäftigten - sofern nicht ausgelagerten - eigenen Arbeitnehmer i.d.R: - z.T: sogar deutlich - höher entlohnen als marktüblich - aber der gesellschaftspolitischen Verantwortung so wenig wie möglich nachkommen wollen…
    Hier haben wir einen dramatischen Widerspruch - analog zur Ausbildung - man kann sich nicht über mangelnde Fachkräfte beschweren - und weder selbst ausbilden, noch Ausbildungen anderer Ausblidungsträger mitfinanzieren…

Wenn also ein möglicher Weg zum (kommerzellen) Erfolg darin besteht, dass alle Krankenschwestern auf IT-Spezialist umsatteln, dann könnten wir bald ein Altersarmutsproblem weniger haben - für den Preis, dass viele Unternehmen die noch größere Fachkräftelücke durch vorzeitigen Tode/körperliche Einschränkungen noch weniger schließen können - alles nur, weil die systemrelevante Gesundheitsjobs mangels Würdigung nicht mehr nachbesetzt werden können…

Ja. Sie ist aber auch vollständig unabhängig von seinem finanzielle status.

Welche Instanz ist berechtigt, das zu beurteilen?
Eine politische Partei jedenfalls ganz bestimmt nicht.

Nehmen wir mal an, die nächste Regierungskoalition beschließt, dass ab 2025 jeder Rentenpunkt statt wie bisher gut 30 € dann nur noch 1 € pro Monat wert ist. Wollt ihr uns, die sich ihr Leben lang mit Einzahlungen in die Rentenkasse verzockt haben, dann gar nicht auffangen?

Immer die, die sich dazu berufen fühlt. Vielleicht richtet die Kirche dann wieder Armenhäuser ein?

@Duke

Das ist doch ganz einfach - wenn wir einen Mindestlohn (der politisch zu definieren ist!) in der Pflege festlegen (der muß noch nicht einmal im privaten Gesundheitsbereich gelten!), und diesen dann steuer-gegenfinanziert in allen kommunalen und städtischen Krankenhäusern umsetzen - dann ist das ein parlamentspolitischer Akt…
Das wird wahrscheinlich auch nur dann funktionieren, wenn endlich alle gesundheitserhaltend notwendigen Untersuchungen und Behandlungen für Kassen- wie Privatpatienten gleichberechtigt zur Verfügung stehen, weil das Gesundheitssystem sonst durch den zusätzlichen Kostendruck noch mehr Spaltung zwischen diesen beiden hervorruft… Es ist schließlich ein Unterschied, ob man in einer Struktur landet, wo eine Nachtschwester 100 Patienten betreut - oder eine, die dafür 6-7 (gut) bezahlt…
Man könnte das alternativ natürlich den Gewerkschaften überlassen - und dann mit Arbeitskämpfen rechnen müssen, die die Versorgung während dieser Zeit dramatisch runterfahren - wenn es also keine xx%igen Lohnsteigerungen in den nächsten Jahren gäbe (der dieses strukturelle Defizit behebt), die dafür notwendig wären, dann könnte es durchaus längere Phasen des Arbeitskampfes geben… Und das wiederum funktioniert nur dann, solange es genügend organisierte Arbeitnehmer und Arbeitgeber gibt…
Und selbst wenn das eben nur im öffentlichen Dienst der Fall wäre (und daher durchaus auch ein Anreiz geschaffen würde, in den öffentlichen Dienst zurückzukehren, müsste das irgendwie (steuerlich) gegenfinanziert werden - inkl. Besteuerung der Unternehmen, die davon schließlich profitieren…

Aber eigentlich ist das als Einzelfall alles hier ein wenig off-topic…
Mir ging es darum, dass man (beruflichen?!) Erfolg nicht nur durch Leistung, sondern durchaus auch durch deren gelegentlicher Verweigerung - um damit aufmerksam zu machen auf Wertschätzungsmisstände - zu erkämpfen ist…
Das ist natürlich ausdrücklich kein verkappter Aufruf zum Rechtsbruch oder zu „zivilem Ungehorsam“ - sondern einfach, dass in geänderten Zeiten die Arbeitnehmer (auch die derzeit schlecht bis sehr schlecht bezahlten) sich ihrer geänderten Situation bewusst werden und diese auch in ihrem Interesse verwenden, um künftig erfolgreicher zu sein…

@Duke

P.S.: Das bedingungslose Grundeinkommen ist doch auch eine politische Entscheidung in diese Richtung, oder??

2 „Gefällt mir“

„Der Weg zum Erfolg“ mit den Stichworten „Soziales“, Altersarmut" und „Reichtum“ und der Aufforderung

Kann man natürlich auch ganz anders interpretieren - ich habe eine 80jährige Tante in Hamburg, die eine Zeit als Vorschullehrerin gearbeitet hat, sich dann 15 Jahre der Erziehung ihrer 3 Kinder und der Organisation rund um den Job ihres Mannes gekümmert hat - nur um sich später von ihm scheiden zu lassen - und viel ehrenamtlich für die Gesellschaft unterwegs war (Greenpeace, Vogelschutzbund, Aktion „Rettet das Watt“ (oder so ähnlich), und die jetzt von sehr wenig Geld leben muß (Wohnung zahlt das Sozialamt)…
Sie führt aber nach eigenem Bekunden ein „sehr erfolgreiches Leben“ - wenn auch das wenige Geld zu „Ideenreichtum“ führt (wörtliches Zitat)

Ein Mönch wird sich selbst (hoffentlich) als sehr erfolgreich bezeichnen…

So kann man die Fragestellung hier auch radikal umkehren, und nach den Erfolgsindikatoren fragen, die hier gemeint (und/oder gesellschaftlich wünschenswert) sind - was hindert eine Partei also daran, Erfolg an einem „weniger ist mehr“ zu orientieren - mit allen positiven Nebeneffekten für unser gesellschaftliches Zusammenleben - in gewisser Hinsicht ist das durchaus bei den Grünen schon auch zu finden - aber was hindert uns hier im Forum daran, das noch viel weiter zu denken/umzusetzen; sei es in Schule, Ausbildung oder auch Besteuerung?
Ich würde also den obig zitierten Aufruf erweitern um „erfolgreichen eigenen Verzicht (weniger ist mehr) gestalten“ (ich weiß schon: immer der mit seinem Verzicht…:frowning:

1 „Gefällt mir“

Ja, da hast du Recht. Den Titel und den OP hatte ich gewählt, weil ich fand, dass er die Off-Topic-Beiträge aus dem Erbschaftssteuer-Thread am treffendsten zusammen gefasst hat, die ich hier her geschoben habe

Ja, das wäre auch aus meiner Sicht auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Da muss sie jetzt unbedingt dran bleiben, damit der Erfolg auch von Dauer ist.

ja, das kann man machen, und das wäre auch interessant und sinnvoll.
Aber soweit ich mich erinnere, ging es hier tatsächlich um wirtschaftlichen Erfolg, d.h. Reichtum an Vermögen (siehe die Überschrift).
Wenn wir jetzt alles mögliche als „Erfolg“ bezeichnen, dann ist das eine völlig andere Diskussion, nämlich „was ist Erfolg?“ statt „wie werde ich reich?“
Wie gesagt, nichts dagegen, darüber zu reden, aber das ist dann eine andere Baustelle.

in der Theorie, auf einem abstrakten Level, ja, praktisch nicht.
Wenn mein Geld nicht dafür reicht, einen zivilisatorischen Mindeststandard zu halten, wird das mit der Würde schon manchmal schwierig. Und da kommt es dann auch auf den allg. Standard der jeweiligen Gesellschaft an, der den Vergleichsrahmen darstellt. Wenn Du bei uns mit sichtbaren braunen Zahnstümpfen rumläufst, weil Du Dir keine Zahnbehandlung leisten kannst, kratzt das schon an Deiner Würde. In sehr armen Staaten im Süden mag das anders sein, wenn es so viele Menschen trifft, dass es als normal gilt.

das muss jeder für sich beurteilen, und in einer Demokratie kann auch der Gesetzgeber das beurteilen und es per Gesetz verbessern/verändern.

Aber die entscheidende Fehleinschätzung liegt doch idealerweise ganz woanders:
wenn niemand mehr für einen schlechten Lohn Pfleger oder Krankenschwester wird, dann entsteht Knappheit und die Preise (=Gehälter) steigen. Reiner Kapitalismus, sozusagen :slight_smile:

Da steckt dann aber auch die Veranwortung und die Macht der Arbeitnehmer: wer Pfleger wird, weiß, was ihn finanziell erwartet. Ergreift er den Beruf trotzdem, darf er sich eigentlich nicht beschweren. Will er mehr verdienen, muss er halt einen anderen Beruf wählen - und genau das ist der Schlüssel zur Lösung, siehe oben.

Das ist ein Faktor, den wir noch nicht besprochen haben:
wenn ich „reich“ / finanziell erfolgreich werden will, muss ich klären, ob ich in einem Markt arbeite, der das hergibt.
Wenn ich Biologie auf Lehramt studiere, weiß ich, dass ich nicht reich werde, aber anständig versorgt bin.
Will ich mit Biologie reich werden, kann ich forschen und ein start-up gründen (Biontech u.ä.), das Risiko ist zwar groß, aber die Chancen auch. Oder ich versuche, Partner bei einer Venture-Capital-Gesellschaft zu werden, die sich mit Biotech-Investments befasst, da kann man richtig viel Geld verdienen. Wahrscheinlich gibt es auch in Unternehmensberatungen Posten für Biologen.
Auch als Jurist stellt sich die ähnliche Frage: Richter, Versicherung, Anwalt? ggf. Notar, wenns dafür reicht? Finanziell ein großer Unterschied.
Ohne einen zahlungskräftigen Markt ist es jedenfalls schwer bis unmöglich, gutes Geld zu verdienen. Wer sich einen Markt aussucht, von dem er weiß, dass dort schlecht bezahlt wird, muss mit den Konsequenzen leben und darf sich nicht allzu laut beschweren. Augen auf bei der Berufswahl.

1 „Gefällt mir“

das ist völlig wirr.
woher weißt Du, was bei mir gut läuft und was nicht?
wieso riskiere ich etwas, wenn ich mich für das KlimaschutzG einsetze? Was genau riskiere ich?
Ich kriege im Zweifel mehr Aufträge, wenn der Klimaschutz verstärkt wird.
Und was hat das mit „den Mächtigen“ zu tun?
Und wer ist das überhaupt?
Du hast keine Ahnung, wovon Du redest, versuchst aber krampfhaft, mir mit frei erfundenen Sachverhalten und Zusammenhängen irgendeinen moralischen Vorwurf anzudrehen.
Versuch’s nochmal, das war nix :slight_smile:

1 „Gefällt mir“

Abstrahiert ist das ein gutes Beispiel, konkret haben wir aber in einem thread im toten Forum herausgearbeitet, dass die Bezahlung gar nicht der Kern des Pflegekräftemangels ist, sondern die Arbeitsbedingungen aka Pflegeschlüssel.

Krankenpfleger werden sogar ganz ordentlich bezahlt, Altenpfleger etwas dürftig.

1 „Gefällt mir“

https://das-gruene-forum.de/t/was-haben-die-gruenen-bisher-erreicht/1295/22?u=biologin

Du könntest damit riskieren, dass die Ampel-Koaliton platzt (muss nicht zwangsläufig passieren, aber könnte passieren), so dass einige Gesetze, über die du dich im Zusammenhang mit dem Wirtschaftsministerium freust, vielleicht dann anders kommen könnten.

Das wären dann für diesen Fall der Minister und die Staatssekretäre im Wirtschaftsministerium

Hast du den Zusammenhang jetzt verstanden?

Dein Engagement für das Klimaschutzgesetz interessiert mich übrigens immer noch. Es scheint ja aber tatsächlich nicht vorhanden zu sein. Da ist wohl Hopfen und Malz verloren.

@lawandorder

Versteckt sich da nicht eine Asynchronität in der Argumentation?
Auf der einen Seite: jeder weiß, was ihn/sie erwartet, wenn er/sie sich für einen Job entscheidet…
Auf der andere Seite: wenn er/ sie sich mit anderen dann zusammentut, und durch Streiks dann die Republik (ÖPNV) oder das Krankenhauswesen über eine längere Zeit lahm legt, kommt die Argumentation der „gesellschaftlichen Verantwortung“ ins Spiel…
Wenn also der Ingenieur keine medizinische Versorgung mehr erhält, weil er wusste, dass er in seinem Job reich werden kann, aber im Falle eines Oberschenkelhalsbruchs dann 5 Monate auf eine OP warten muß (da ist in unserem System derzeit netterweise noch völlig(?!) ausgeschlossen - muss man ihm konsequenterweise sagen, dass das eben seine Entscheidung war, nicht selber Arzt zu werden…
Die „freien“ Entscheidungen der Berufswahl setzten also eine funktionierende Verzahnung zwischen allen beruflichen Strukturen voraus (auch beim Müll ist es so, dass es dem einzelnen Millionär nichts nützt, wenn er/sie keinen findet, der die Abfälle seines Konsums nicht regelmäßig entsorgt)…
wenn nun das Ungleichgewicht zwischen Systemrelevanz und Bezahlung zu stark divergiert, wird das gesellschaftlich sehr schnell zu einem Problem…
Man kann also nur entweder darauf hoffen, dass bei denen, wo es hinreichend finanziellen Spielraum gibt, sich die Erkenntnis durchsetzt, dass die Ungleichverteilung zum eigenen Vorteil Grenzen gesetzt sind - oder dass das die staatliche Gewalt in Form anderer Gesetze übernimmt - oder dass sich die Verlierer des Systems zusammentun und ihre Forderungen durchsetzen - letzteres ist für mich durchaus ein Worstcase-Szenario, weil wir dann ganz schnell bei dem Chaos landen, dass @Duke mal in einem anderen Thread beschrieben hat …

Ein „sanfter“ Ansatz dazu könnte sein, dass z.B. gemeinnützige Projekte deutlich mehr gefördert werden… so könnte der Wohnungsbau in Zukunft davon profitieren, dass nur noch gemeinnützige Projekte subventioniert werden - es gibt bei uns auch so ein paar Wohnanlagen, die auf diese Weise funktionieren - allerdings viel zu wenige - ich kenne allerdings nicht die Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um künftig nur noch solche Projekte zuzulassen…

Ich denke, das ist schon so. Wer Wohnungen baut, die keine Sozialwohnungen sind, muss sie selbst bezahlen.

Ich denke auch, dass Wohnungen zurzeit die klassische Altersvorsorge für Selbständige sind und man das auch nicht aus den Augen verlieren darf.
Nicht jeder hat Rentenpunkte gesammelt oder einen gar einen Pensionsanspruch.

@Biologin

Das ist richtig - aber es gibt da durchaus Unterschiede - wir haben unsere Wohnung von einem Bauträger gekauft, weil unser Grund von der Stadt an einen „Investor“ vergeben wurde, der damit (natürlich?!) Profit machte - dafür musste er sich allerdings verpflichten, einen Teil nach dem sog. Münchenmodell auszuschreiben, das bedeutet, man musste bei der Stadt nachweisen, dass man für den „freien“ Wohnungsmarkt nicht hinreichend genug Kapital besaß - da das ganze eine Mischkalkulation für den Bauträger war, gab es einige die ein bißchen mehr zahlten und andere eben ein bisschen weniger - alle aber trugen zum Gewinn des Investors bei - und es gab eine 10jährige Bindungsfrist (für München-modell), die besagte, dass man den so erhaltenen Vorteil - so man denn die Wohnung vorher verkaufte, die gewährten Vorteile an den Nachkäufer weitergeben musste…
Anders unsere Nachbaranlage Wagnis3 - hier wurde so lange gewartet, bis alle „virtuellen“ Wohneinheiten, die die Stadt auf diesem Grund vorgeschrieben hat, verkauft waren - und die „Bewohner“ dann alles selbst entscheiden und organisiert haben - das hat den großen Vorteil, dass die Wohnungen billiger waren, weil kein zusätzlicher Investor daran verdiente - die Wohnungen tatsächlich so waren, wie sich die „Bewohner“ das vorstellten, und zudem eine „echte“ Gemeinschaft entstand - da das ganze über Erbpacht (und nicht über Eigentum) läuft, ist auch sicher gestellt, dass das niemand als „Besitz“ gewinnkumulierend an seine Kinder weiter geben kann - die Kinder haben lediglich ein Vorrecht auf Einstieg in die Gemeinschaft…
Warum also überhaupt noch externe Investoren, wenn es auch mit nicht zwingend gewinnmaximierenden Genossenschaften geht?
Das wäre dann zwar kein individueller Erfolg (wie die Diskursbenennung es fordert) - aber wenn eine Gemeinschaft Erfolg hat, hat auch das Individuum Erfolg - auch wenn man damit wieder nicht reich wird…:frowning:

Ich habe sogar Genossenschaftsanteile an einer Wohnungbaugenossenschaft

Ich würde dort auch noch mehr Anteile kaufen und dafür eine Wohnung verkaufen, weil es sehr viel einfacher wäre, aber sie haben es gedeckelt, d.h. jedes Mitglied kann dort nur für 1500 € o.ä. Anteile kaufen.

Meine anderen beiden Wohnungen hat ursprünglich mal die berühmt-brüchtigte „Neue Heimat“ gebaut, sie wurden dann privatisiert, und nach dieser Geschichte würde ich mein Geld auch nicht unbedingt in jede Wohnungsgenossenschaft investieren.

Bevor ich an ein solches Unternehmen gerate, kümmere ich mich dann doch lieber selbst um die Mieter und die Hausgemeinschaft.

Bei Genossenschaften (z.B. GLS-Bank) hast du leider im Fall einer Pleite oft auch eine Nachschusspflicht, d. h. es ist nicht nur dein Geld weg, sondern du musst in derselben Höhe noch an die Gläubiger draufzahlen.

Ich finde Genossenschaften trotzdem gut, aber eben nicht als einziges Standbein.

1 „Gefällt mir“

@Biologin
Es ging mir weniger um das Investment in Genossenschaften, dass dann wieder nur ein „herkömmliches“ Investment ist - vielleicht mit dem von Dir erwähnten Risiko - es ging mir eher um die Idee, dass man gemeinschaftlich Dinge machen kann, die alleine nicht stemmbar sind - und deren „Gewinn“ dann auch nicht abfließt - auch eine Fahrgemeinschaft teilt sich ein Auto für x Personen - schon sind mehrere Ziel gleichzeitig erreicht - für die Natur ist es schonender - nicht jeder einzelne muss sich ein eigenes Auto kaufen (und alleine die Folgekosten tragen), und trotzdem kommt jeder schnell, pünktlich und günstig an sein/ihr Ziel (wo es keinen gut organisierten ÖPNV gibt :wink:

Man kann vielleicht gemeinschaftlich viel schneller bzw. effektiver reich werden als als Individuum - ich weiß nicht, ob diese Idee schon hinreichend bei allen angekommen ist bzw. auch entsprechend staatlich gefördert wird…

1 „Gefällt mir“

Wenn es darum geht, dass man vorhat, an dem Ort zu bleiben und es zur Selbstnutzung macht, finde ich das auch sehr gut.

Es gibt aber auch Leute, die einfach nur zum Studium eine Wohnung suchen oder für einen befristeten Job/Aufenthalt. Für die müssen auch Wohnungen zur Verfügung gestellt werden.
Natürlich könnte das auch der Staat machen, wie in der ehemaligen DDR. Dann gäbe es ein Wohnungsamt, welches die Wohnungen nach Sozialpunkten verteilt, und man könnte dort angestellt sein und später eine Rente kriegen (oder auch nicht).

1 „Gefällt mir“

Sieh mal an, wieder mal ein gelungenes Beispiel dafür, wie man mit mehren gewinnt, indem man das von verschiedenen Perspektiven beleuchtet - zugegeben, „Kurzfrist“-Mieter hatte ich nicht ganz so auf dem Radar - aber auch hier gibt es eine Lösung, die man in so einem System abbilden kann - ich hatte schon oft Besuch, die ich dann - wenns zu eng wurde - bei Wagnis untergebracht habe (die vermieten nämlich auch im Zuge Nachbarschaftshilfe an Gäste von benachbarten Wohnanlagen (und stehen damit natürlich in direkter Konkurrenz zu den umliegenden Hotels)
Solltest Du mich also je besuchen… :wink:

So was könnte man auch auf Studenten oder andere kurzfristig/langfristige Mieter ausdehnen…
Natürlich geht es da schon auch um ein wenig Gewinn - die Margen sind aber deutlich geringer als auf den marktwirtschaftlich orientierten Konkurrenten…

Trotzdem Danke für den Hinweis auf meine unausgewogenen Betrachtung/Argumentation!
:slight_smile: