Kein Problem - oder doch - denn wenn wir es nicht bei einem Alibi- oder einem palliativen Klimaschutz belassen wollen, wird es der ein oder anderen Einschränkung bedürfen, die - da beißt sich die Katze in den Schwanz - ob des mangelnden Abstraktionsvermögens an hinreichender Bereitschaft fehlt…
Was bedeutet das dann Deiner Meinung nach für unser politisches Engagement?
Wir träumen oft von den großen Veränderungen … wir erzählen den Leuten wie toll Wärmepumpen sind, und dass man auch ohne Auto super mobil sein kann und wundern uns dann, warum uns nicht mehr (als 15% bei Wahlen) folgen, wo doch alles so klar und eindeutig ist. Wenn man darauf schaut wer uns wählt und wer nicht, wird doch recht deutlich wo das Problem liegt: Wir machen Klientelpolitik für einige wenige - die die es sich leisten können und dabei gern in ihr gutes Gewissen statt in einen Porsche investieren. Ich glaube, dass wir mit kleineren Veränderungen für die Breite der Gesellschaft erfolgreicher (nicht nur bei Wahlen sondern auch in Sachen Klimaschutz) wären, als mit großen radiakalen Schritten, die zwar in der Theorie gut und richtig klingen, aber in der Praxis am Widerstand der Mehrheit scheitern.
Ich möchte mit niemandem streiten. Ich möchte das das Lügen unserer Politiker - aller Politiker - aufhört!
Wie kommt es dann, daß so Dinge wie der Kölner Dom, oder die Sagrada Família entstehen konnten, wenn Menschen nicht auch an die übernächste Generation denken?
Der Bau der Sagrada Familia wurde 1882 begonnen!
Menschen sind dazu in der Lage, auch längerfristige Ziele zu verfolgen. Aber nicht wenn man Sie nach Strich und Faden belügt!
Ich habe vorgestern in Hamburg in einem Taxi gesessen (Hybrid-Fahrzeug übrigens) und der Taxifahrer hat sich darüber beklagt, daß die Stadtverwaltung alle Taxis auf Elektro-Fahrzeuge umstellen will. „Das geht nicht“, „Wie soll das mit dem Laden funktionieren“ usw.
Kein Gedanke daran, warum die das planen. Kein Gedanke daran, das seine Heimatstadt in 100 Jahren im Meer versinken wird. Wäre ja doof, wenn die Stadtveraltung mit der Wahrheit argumentieren würde.
Ihm fehlt ein abstrakteres Zeitempfinden.
Das heißt, das er nicht wahrnimmt was irgendwann anders sein wird , kann oder müsste um irgendwas in seinem Lebe erträglich zu halten.
Die Herausforderung die Ihn nötigt diese Unwägbarkeiten abzuschätzen, läßt Ihn beim scheitern dieses
lebensnotwendigen Denkvorganges kapitulieren und nach einer gangbaren, das heißt überschaubaren einfachen , aber nachvollziehbaren Lösung suchen.
Da er grundsätzlich bereit ist mit zu machen brauchen wir Ihn aber ganz dringend.
Deine beiden Beispiele von Kirchenbauten lassen doch eher einen anderen Schluss zu: Menschen sind dazu in der Lange, wenn man sie nach Strich und Faden belügt. Oder hat die Kirche ihre Gläubigen durch wissenschaftliche Erkenntnis zu Zahlung und Verrichtung von Arbeit „motiviert“?
Vielleicht braucht es doch einen großen Führer oder einen Klima-Papst.
Wenn , sich vor Allem die Bundes- und teilweise auch die Landespolitik so weit weg von „einfachen Bürgern“ entfernt hat, ist das auch nicht verwunderlich. ( warscheinlich niemals angenähert )
Die die das grundsätzliche Klimaproblem verstehen sind in der Mehrheit.
Das wir eine verständliche Lösung dafür kennen, müssen wir „leider“ auch für einfache Leute erklären.
Ich habe mehrfach im OV argumentiert bei akademischen Ausbrüchen, die kaum ein Realschüler fluide nachverfolgen kann, das wenn ein Laie mich nicht versteht das noch lange nicht heißt , das ich eine Fachfrau bin.
Weil ein paar einflussreiche (und betuchte) Menschen in die Zukunft denken konnten. Wäre die Entscheidung über den Bau in einem Volksentscheid gefallen, gäbe es sie vermutlich nicht.
Auch ich spreche ab und zu mit Taxifahrern über e-Autos. Das Problem ist, dass viele Taxis (insbes. die von Kleinunternehmern) 24/7 betrieben werden. Da bedeuten Ladezeiten Verdienstausfall.
Wir brauchen dafür zumindest ausreichend Ladepunkte an den Taxiständen. Aber auch dann ist es immer noch ziemlich unpraktisch, weil die ja immer Auto für Auto vorrücken.
Na ja, da ist was dran, diese Sagrada Familia Basillika wurde NICHT von der Kirche erbaut sonden von einem genialen Architekten geplant der viele freiwillige Geldgeber und Mitarbeiter fand..
Mich wundert es nur dass ein Freiwilligen Verein, wenn ich es jetzt mal so sagen darf, soo lange funktionieren kann..
Ich finde dieses Bauwerk schön auch wenn ich mit Religion nicht wirklich was am Hut habe..
Elbisch schön eben. Man denkt wenn man diese Basilika sieht, Elben hätten das Gebäude gebaut und darin wäre das Tor noch Valinor… Wer die Herr der Rigne Filme kennt weiß was ich meine, das Gebäude hat von Stil her eine gute ähnlichkeit mit dem Palast von Galadriel. (Die gleichen hellen Wände, gotischer Stil, gemischt mit Jugendstil Elementen, Blatt Rosetten und Pflanzenartige Bildhauerei Gemischt mit Skulpturen und bunter Malerei, bunten Fenstern mit Motiven.. sehr schöne ungewöhnliche Kombi) ![]()
Interesanterweise hat die Kirche das Gebaüde heute anerkannt und will wohl ein Kuchenstück von den Freiwilligen erbauern abhaben, obwohl die mit ihrer Machtgier und Missbrauch der macht nicht gerade gut abscheindet..
Würde da gern man zur Besichtigung hinfahren. Ich kenne auch einen Bekannten der Architekt ist, dem der Bau gefällt und einiges über das Bauwerk weiß..
Ja ich weiß bin etwas vom Thema abgekommen, aber ich begründe damit meine Meinung warum ich durchaus glaube dass Menschen auch zu nachhaltigen Handeln in der Lage sind.. das da war astronmisch viel arbeit die niemand wirklich bezahlen kann! Äh ist es immer noch die basilika ist immer noch nicht fertig! Geplante Fertigstellung ca. 2030.. muss ich nochmal nachlesen.. weil ich nicht mehr genau..
Aber dass die Menschen dazu in der Lage sind funktioniert eben nur unter bestimmten Bedingungen die leider weder die Kirche noch die Politik schafft..
Das sollte den Politikern dringend zu denken geben, das gilt eigentlich für alle großen Aufgaben die zu erledigen sind!
das ist aber ein anderes Thema..
Ich bin mir ziemlich sicher das Antoni Gaudí i Cornet die Kathedrale im vollen Bewusstsein begann, deren Vollendung nicht zu erleben und ich glaube auch nicht das seine evtl. Seligsprechung diesen Mann motivierte.
Und das gilt auch für die Steinmetze und Maurer ![]()
Was genau verstehst Du in diesem Zusammenhang genau unter „Lügen“?
Ich vermute mal, er meint die Klimalüge, dass man nichts machen kann und will usw.. weil das arbeitsplätze kostet usw.. blabla..
Das hier ist die Realität:
https://www.klimareporter.de/international/deutschland-muesste-ende-2026-klimaneutral-sein
Diese Realität zu verschweigen ist die Größte Lüge.
Interessant finde ich die eigentlich vernachlässigte sehr wichtige Aussage ganz am Ende des Klimareporter Berichts, dass die USA eigentlich, wenn man die historischen Emissionen berücksichtigt schon dieses Jahr Klimaneutral werden müsste..
aber trotzdem passiert nix..
Trump behauptete ja mal, es gäbe keine Klimaerwärmung und tat so als wenn die Meere aus seinem Befehl hin nicht an der US Küste ansteigen würde..
man kann nicht mit den Naturgesetzen verhandeln.. so wie man die US Schuldengrenze ewig anheben kann..
er ist jetzt zwar nicht mehr Präsident, aber es ändert sich immer noch nix..
So sehr ich persönlich deine Meinung teile, dass es ein Skandal ist, die aktuelle Situation nicht hinreichend darzustellen (die von Dir geposteten Grafiken zeigen sehr schön, wie einfach das wäre!
)
Die Frage ist aber, ob das wirklich eine Lüge ist…
Das Problem dabei ist, dass Du bei Betrachtung der Grafiken - sobald Du in den in der Zukunft liegenden Bereich kommst - streng genommen von der zukünftigen Realität sprechen müsstest - die ist aber leider unbestimmt (eben: Zukunft) und daher ist eine „zukünftige Realität“ ein „sehr schwieriger Begriff“…
Was, wenn zwischendurch eine Ebola-Mutante mit einer Mortalität von 80% sich analog Ebola in den nächsten Wochen auf den Weg macht, und die Weltbevölkerung auf unter 1 Mrd. fällt (gut, dann hätten wir ein Verwesungs/Verbrennungs-CO2-Problem und andere sicher auch noch) - oder morgen der große Durchbruch in der Fusionsforschung gelingt, und wir ab 2035 weltweit saubere Fusionsenergie im Überfluss zur Verfügung haben?
Nicht, dass ich daran ernsthaft glauben würde - aber es ist eben noch möglich…
Der Skandal ist hier - wie so oft in der Politik - das „Lügen mit der halben Wahrheit“ in Sinne von „wir werden dank Innovation schon noch rechtzeitig die richtigen Entwicklungsschritte machen“ oder ähnlich fragilen Konstrukten (z.B. auch: „alles „nur“ eine Frage der Verteilung“)
Und wie wollen wir das ändern? An den Infoständen diese Grafiken zeigen und erklären, dass wir, wenn sich nichts Dramatisches tut, als Grüne auch Teil des Problems sind (zumindest was das 1,5°-Ziel angeht) - oder wir den Pfad dahin nicht eben auch nicht mehr finden werden?
Ehrlich gesagt ja. Wir werden bald enorme Probleme bekommen und wir sollten aufhören über Wischi-Waschi-Scheiß wie SELBSTZENSUR nachzudenken.
Angenommen Deutschland schwenkt ab morgen radikal auf den 1,5 Pfad ein - vermutlich verbunden mit spürbaren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nebenwirkungen. Was tun wir danach? Selbstgefällig bei jeder Gelegenheit verkünden „es hat nicht an uns gelegen“? Werden wir damit als Vorbild oder als Abschreckung gesehen?
hmm gute Frage, vermutlich eher als Abschreckung weil man viel Polzellan zerdeppert wenn man den wandel mit der Brechstange machen will.
Ich glaube eher, dass die Klimanot noch nicht groß genug ist um einen Änderugnswunsch wirklich durchzusetzen. Das recht noch nicht.
Vielleicht muss es draußen so heiß werden im Somemr dass im Bundestag die gesamte Klimaanlage wegen Überlastung versagt.. so dass alles im eigenen Büro gebraten werden oder so was..
aber das wird auch nicht reichen, dann kommt ne stärkere Klimaanlage rein und es interessiert keinen mehr..
es ändert sie eher dann nwas, wenn die Bauern wegen Dürre und anhaltenen Wassermangel, keine Felder mehr bestellen können, deswegen Pleite gehen und der Indurstrie das Wasser ausgeht, das die von selber was tut..
Subventionen für Bauern halte ich daher eher für schädlich. Wenn die merken, dass sie kein Geld verdienen ,wenn die weiter so viel Wasser verbrauchen, ja dann tut sich was..
Was nicht mehr rentiert wird einfach beendet. Wir dürfen Umweltzerstörung und Emissionen nicht mehr subventionieren meine ich damit schlussendlich, auch wenn ein paar Bauern pleite gehen..
oder wenn es so viele Hitzetote ähnlcih wie bei Corona gibt..
Nur ein Beispiel von vielen..
Wenn uns negative Katastrophen treffen müssen wir das ebenso bewältigen wie
positive Ereignisse , oder positive Nebenwirkungen wie im Falle einer Seuche.
Wenn wir die Möglichkeiten von Onkel Lindners Märchenstunde ebenso wälzen wie jede ander „Hätte,Wäre und Könnte“ - Möglichkeit , haben wir alle Ressourcen für groben Unfug verschwendet anstatt die Klimakatastrophe zu Händeln/bekämpfen.
60 Milliarden weniger an Mörderprinzen und andere Arschlöcher überweisen für Öl und Gas jedes Jahr.
Milliarden an Geld für Flugreisen in ferne Länder sparen und in Europa ausgeben. Kurbelt die Wirtschaft an.
Weniger Autos => schönere Städte; weniger Tode durch Stickoxide und anderen Mist.
Das gesparte Geld für Löhne von Servicekräften, PflegerInnen usw. ausgeben.
Ich freue mich drauf.
Sorry, aber ich muss Deinen Optimismus da etwas dämpfen. Die Wirtschaft ist (wie eigentlich die ganze Welt) ein komplexes System von Regelkreisen und am Ende des Tages ein Nullsummenspiel.
Der einfachste Fall wäre, wenn wir besagte 60 Mrd dafür verwenden würden, mehr Kaffee, Kakao und Bananen zu importieren. Aber brauchen wir das? Wir kaufen jetzt schon alles, was wir haben wollen.
Wenn wir die 60 Mrd hingegen im Inland ausgeben, passiert folgendes.
- unsere Wirtschaft wird angekurbelt
- unser Handelsbilanzüberschuss steigt in schwindelnde Höhen
- unser Währungskurs (gedämpft durch die Eurozone) steigt
- unsere Exportgüter werden teurer
- wir exportieren weniger
- unsere Wirtschaft schrumpft etwas
- die anderen Euroländer exportieren auch weniger
- deshalb können sie weniger von uns importieren
- unsere Wirtschaft schrumpft weiter
Und ich kann Dir das auch für Fernreisen und weniger Autos darlegen.
Wie gesagt, letztlich ist es ein Nullsummenspiel. Alles wird anders, aber nicht mehr. Aber es ist nicht so, dass wir plötzlich 60 Mrd mehr in der Tasche haben.
Womit ich keineswegs gesagt haben will, dass mir der neue Zustand (Bananen statt Öl) nicht besser gefallen würde ![]()




