"China hängt uns ab!"

es gibt keine gerechte Welt.
Das ist ein völlig naiver Ansatz.
Entweder ich kaufe ein Auto von VW oder von BYD.
Entweder der Gewinn aus dem Verkauf geht nach Wolfsburg oder nach … Peking, wo auch immer BYD seinen Sitz hat.
Was ist gerechter?
Die Frage ist sinnlos.

nein, natürlich nicht.
Weil kaum jemand „Gerechtigkeit“ will, alle wollen selber gut leben.
Und weil jeder etwas anderes unter Gerechtigkeit versteht.
Die Vorstellung von globaler Gerechtigkeit ist eine Illusion und eine gedankliche Sackgasse.

solange die globale Wirtschaft auf Konkurrenz aufgebaut ist, sind wir gezwungen, kompetitiv zu denken.

weil sie Finnen sind und anders ticken als wir oder die Amis oder die Chinesen.
Sowas kann man nicht von einem Land auf das andere übertragen.

was?!? in D gibt es hunderte oder tausende von Unternehmen, die in ihrem (uU kleinen) Bereich Weltmarktführer sind (noch), insb. im Maschinenbau. Bis vor 5-7 Jahren waren wir in Sachen Kfz führend in der Welt. Und wenn man die EU nimmt, sind wir > 400 Mio. In einigen oder sogar vielen Bereichen können wir Weltspitze sein, wenn wir uns etwas Mühe geben.

Die USA haben nur ein Viertel oder Fünftel der Einwohner Chinas und sind (noch) deutlich erfolgreicher als die Chinesen.

was ?!? wer redet davon?

Merkwürdiges Verständnis von Wirtschaft und Wettbewerb
Wettbewerb schließt doch Zusammenarbeit nicht aus.

jede Industrie schließt sich in Verbänden zusammen, VCI, VDA, BDI usw.
Das sind untereinander alles Wettbewerber, aber sie arbeiten dennoch zusammen.

Unsere Kanzlei ist auch Mitglied in Verbänden mit anderen Kanzleien, aber dennoch versuche ich, bei der Mandatsarbeit besser zu sein als die anderen beteiligten Kanzleien.

Oder nimm die EU: wir sind beim Handel auch Wettbewerber vieler anderer EU-Staaten.
Das hakt manchmal ein bisschen (Luftfahrt, Militärproduktion), aber es schließt doch nicht aus, sich politisch als EU zusammenzuschließen.