Bundeswehreinsatz im Iran?

Spielt es eine Rolle, dass offenbar führende Kräfte in der US Army den Krieg (auch) aus religiösen Gründen betreiben? Zumindest sollte man es im Blick behalten.

Und dies Interview passt auch ins Thema:

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Davon habe ich nicht gesprochen. Aber die deutschen Soldaten befinden sich dort im Rahmen einer UN-Mission, sie gilt es zu schützen.

Das ist falsch. Es gibt kein UN-Mandat als Grundlage für den fraglichen Bundeswehreinsatz.

Du hast recht.

Sie findet meines Wissens aber mit dem Einverständnis Iraks und später auch Syriens statt und unterstützt deren Truppen.

Zur Inherent Resolve Kinetic Strike-Gruppe (24) gehören die USA, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland, Bahrain, Jordanien, Polen, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur, Marokko, Katar, Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, die Niederlande, Schweden, Finnland, Norwegen, Spanien und die Türkei.

was ich nicht getan habe.
Ich sprach von Selbstverteidigung.

Deine penetrante Neigung, alles nach Deinem festverdrahteten Feindbild falsch zu verstehen, macht jedes Gespräch sinnlos.
Ich glaube nicht, dass Du dumm bist, aber Du hast beim Thema Krieg/Frieden einen enormen Moral- und Ideologieüberschuss, der Dir das rationale Argumentieren erschwert.
Was schade ist.

das hat hier auch niemand versucht.
Den Zusammenhang sehe ich auch nicht.

Bei mir ging es um die fehlende Fähigkeit zur Selbstverteidigung. Siehe oben.
Bei @kalo um eine allg. Feststellung

Aber die Sache könnte praktisch werden, wegen Zypern, wie gesagt:

" Europäische Verbündete reagierten schnell und unterstützten Zypern militärisch. Griechenland schickte vier F-16-Jets und zwei Fregatten nach Zypern. Frankreich entsendete eine Fregatte, den Trägerverband „Charle de Gaulle“ sowie Anti-Raketen- und Anti-Drohnen-Systeme ins Einsatzgebiet. Und Großbritannien verstärkte den Schutz seines Luftwaffenstützpunktes mit einem Typ 45 Zerstörer sowie Hubschraubern."

Und wir? Überlegen, wie wir uns am besten verdrücken können?
Als größtes EU -Land.
Es ist peinlich und erbärmlich.
Wer braucht solche Verbündete?
Braucht Ihr Freunde, die sich in die Büsche schlagen, wenn es ernst wird?

Wir haben in der EU kraft unserer Größe und unseres Potenzials eine Aufgabe, die wir erfüllen müssen. Wegducken ist für uns keine Lösung (das unterscheidet uns von der Mongolei :slight_smile: ).
Das muss uns nicht gefallen, aber wir müssen es begreifen.
Naive Friedensliebe und Feigheit sichen nicht den Frieden.

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Strategisch ist es nicht immer sinvoll dem „Feind“ per Pressemitteilung Anzahl und Schlagkraft der gelieferten Waffen mitzuteilen.
Dem Fluglärm vorgestern nach zu urteilen, passiert auch bei der deutschen Bundeswehr grad irgendwas. Vielleicht ist es ja ganz gut, das der Iran nicht weiß, was passiert …

Spätestens jetzt weiß er es - von dir.

Das Mindeste wäre, wenn es uns die Regierung mitteilen würde, bevor sie in einen Krieg eintritt.

Ganz auf Line mit Fritze Merz sinniert Omid Nouripour inzwischen über die Ausrufung der Nato-Bündnisfalls (Artikel 5).
Man wundert sich und fragt sich, an welcher Garderobe der Gute sein Gehirn abgegeben hat. Vielleicht schadet Nouripour der ständige Umgang mit Julia Klöckner.

Ein Grüner(?) im Wettlauf mit Merz und Rutte um den Zutritt zu Trumps Rectum.?! :nauseated_face:

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Er kommt aus dem Iran und hat dort Verwandte. Ich gehe davon aus, dass er ihnen helfen will und sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat.

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Wenn du seinen Auftritt bei Illner gestern meinst, er hat lediglich die Vertragslage erläutert, er hat nicht darüber „sinniert“.

Kennst du eigentlich die Bedeutung von sinnieren?

ganz in sich versunken über etwas nachdenken; seinen Gedanken nachhängen; grübeln

Nee, da fehlt mir das Verständnis!
Nouripour sollte, wenn er sich tatsächlich mit dem Thema befasst hat, die Beweggründe Israels und der Vereinigten Staaten durchschauen.Außerdem sollte er die ernüchteren Resultate vergangener Interventionen kennen (Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia etc) und auch wissen, was im Iran vor den Mullahs los war.
Vielleicht haben sogar seine älteren Verwandten 1979 Ruhollah Chomeinis als Befreier vom Regime des Schah gefeiert.
Aber offenbar ist der gute Omid vom naiven Jubelgeschrei der Schah-Fans auf Berliner Straßen ganz besoffen.

Vermutlich sind hier in Kiel genug Spione aus aller Welt plaziert, um das Marinearsenal und den Nord-Ostseekanal auszukundschaften. Zumal die LH Kiel ihre Flüchtlinge auch noch geballt in den Stadtteilen rund um das Arsenal unterbringt, weil das Ostufer die „schlechte Seite“ von Kiel mit den billigen, abgewrackten Wohnungen ist. Da brauchen die meine „Berichterstattung“ bestimmt nicht. Wahrscheinlich war der erhöhte Flugverkehr auf die Verstärkung der Luftabwehrbereitschaft zurückzuführen. (Tagesschau) Zur Zeit ist wieder Ruhe im Karton.

Deutschland wird nicht in den Krieg eintreten. Wir unterstützen die USA indirekt mit der Versorgung der US Truppen z.B. über Rammstein. Aber ich glaube nicht, dass das Nato Flottenmanöver vor ein paar Wochen Zufall war und vermute, dass einige Schiffe davon zufällig Kurs auf den persischen Golf nehmen …

Hier gibt es gerade eine Diskussion dazu.

Merz bereitet sich darauf vor, dass Trump bald wieder die Muße findet, Rache an denen zu nehmen, die sich seines Erachtens während des von Netanjahu und ihm vom Zaun gebrochenen Iranfeldzugs als nicht loyal erwiesen haben.

Also kündigt Merz untertänigst an, seinen Großteil der Bundesmarine in den Persischen Golf zu schicken.

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Das ist aber an Bedingungen geknüpft.

"Für einen solchen Einsatz müssen aus Sicht der Bundesregierung aber zunächst mehrere Bedingungen erfüllt werden.

  • Die wichtigste Bedingung ist eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Ein Einsatz während laufender Kampfhandlungen ist für die Bundesregierung ausgeschlossen.
  • Zudem muss der Einsatz völkerrechtlich abgesichert werden, „idealerweise“ durch ein Mandat des UN-Sicherheitsrats, wie es aus Regierungskreisen heißt.
  • Die dritte Bedingung ist ein „belastbares militärisches Konzept“, zu dessen Erarbeitung die Konferenz in Paris dient. Aus deutscher Sicht gehört auch eine „signifikante“ Unterstützung der Mission durch US-Streitkräfte dazu. Macron stellt sich dagegen einen Einsatz ohne die Kriegsparteien vor, zu denen neben den USA und dem Iran auch Israel gehört.
  • Sicher ist indes auch, dass der Bundestag dem Einsatz zustimmen muss – wie jeder bewaffneten Auslandsmission der Bundeswehr. Die Koalitionsfraktionen wurden heute bereits über die Pläne der Regierung informiert."
    Quelle: Mission in Straße von Hormus: Merz will Minenjagdboote anbieten

was ist verkehrt daran, die Seewege freizuräumen, wenn es einen belastbaren Waffenstillstand gibt(s. die differenzierten Bedinungen, die @Biologin weiter oben angegeben hat).

Die Mienen sind immer ein Problem - unabhängig, wer sie warum verlegt hat.

Sie treffen nach kriegrischen Handlungen in erster LInie zivile Strukturen.

Eine Minenbeseitigung schützt also vor allem Zivilisten und zivile Infrastruktur.

Ich finde es richtig, dass die bundesdeutsche Marine sich dafür zur Verfügung stellt. Zumindest vor dem Hintergrund, dass die Kriegsparteien selbst (die meisten Minen wurden wohl vom Iran verlegt) nich verpflichtend in die Verantwortung genommen werden können.

Die Bundeswehr hat auch schon in Afrika Minenräumung betrieben - ohne die Frage zu stellen, ob nun ehemalige Kolonialstaaten sie dort verlegt haben, oder Bürgerkriegsparteien im Anschluss an die Kolonialzeit…

DIe Idee von Merz in dieser Sache ist aus meiner Sicht daher nicht untertänig - sondern menschlich/pragmatisch

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Inzwischen hat der Iran die Straße von Hormus wieder freigegeben. Foglich gibt es dort keine iranischen Minen. Die Deutschen können als gefahrlos dorthin schippern - sofern ihre Bötchen die wiete Fahrt durch den rauen Atlantik und durchs Mittelmeer aushalten

Es wäre zu hoffen - ist aber m.E. unplausibel, diese beiden Dinge zwingend zu verknüpfen - die Freigabe bedeutet doch nur, dass der Iran keine Drohnen oder Raketen mehr auf passierende Schiffe mehr abschließt.

Diese Logik ist nicht zwingend. Angeblich weiß der Iran selber nicht genau, wo seine Minen treiben.

Aus Spiegel Online heute morgen:

Wirklich frei ist die Meerenge jedoch offenbar immer noch nicht. In der Nacht brach eine Gruppe von rund 20 Handelsschiffen den Versuch ab, die Straße von Hormus zu passieren.