Auswirkungen des Klimawandels auf die Wirtschaft

Inzwischen ist auch die deutsche Wirtschaft vom Klimawandel betroffen.
Zum Beispiel haben sich durch das Niedrigwasser im Rhein, Transportkosten vervierfacht, weil die Schiffe nicht mehr so voll beladen werden können. Es werden nun 4 Schiffe benötigt, um eine Ladung zu transportieren, die vorher mit einem Schiff transportiert werden konnte.

Historisch niedrige Pegelstände: Frachtkosten für Agrarprodukte explodieren | agrarheute.com

„Nach Medienberichten rechnen Ökonomen im dritten Quartal 2026 mit Wertschöpfungsverlusten von bis zu zwei Milliarden Euro infolge des Niedrigwassers auf Rhein, Donau und weiteren Flüssen. Das Niedrigwasser 2018 kostete nach Berechnungen des Kiel Institut für Weltwirtschaft mehr als 13 Milliarden Euro.“

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Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass die Folgeschäden zu beseitigen immer teurer ist, als die Beseitigung der Ursache. Wir haben seit Jahrzehnten die Ursachen nicht oder unzureichend eingedämmt (immer mit dem Argument, dass dies die Wirtschaft überforden würde). Nun haben wir auch in Deutschland die Situation, dass die Wirtschaft überfordert ist mit den Folgen der Tatsache, dass sie konsequente Reduzierung von Emmissionen als zu teuer immer verhindert hat.

Streng genommen waren die damaligen Gewinne der Firmen und Konzerne um den Teil überhöht, den sie jetzt doppelt und dreifach investieren müss(t)en, um die Wasserkreisläufe und viele andere Strukturen, die ihnen Striche durhc ihre Kalkulationen machen, wieder so herzustellen, damit ein nachhaltiges Wirtschaften (wieder) ganzjährig möglich ist.

Natürlich wurden die politischen Bestrebungen, die Emmissionen deutlich zu reduzieren, abgeblockt, um seinerzeit größere Gewinne zu erwirtschaften - es wurden von diesen Gewinnen aber auch keine Rücklagen gebildet, um später in Krisenzeiten wie diesen (der Wassermangel durch klimatische Veränderungen ist ebenfalls seit etwa 40 Jahren in Wissenschaftskreisen bekannt) gut zu überstehen…

Was soll man also sagen angesichts des lange schon bestehenden Wissens, dass diese ökologischen Veränderungen sich auch bei uns bis Mitte des Jahrhunderts einstellen unnd zunehmend verschärfen werden und der Unfähigkeit(?!), diese Prognosen entweder damals schon an der Wurzel anzugehen, oder sich zumindest darauf durch entsprechende „Rücklagen“ darauf vorzubereiten? Der viel beschworende Ansatz, die Fartrinnen zu vertiefen, sind natürülich keine Lösung, da auch der Tiefste Graben, wenn kein Wasser zum befüllen da ist, nicht ausreichen wird.

Es ist natürlich klar, dass einzelne Wirtschaftszweige oder gar Unternehmen damit überfordert wären (heute wie damals) solche Rücklagen zu bilden.Es ist (besser wäre) Aufgabe des Staates, diese Rücklagen über Steuern zu bilden, damit in Krisenzeiten erstens Soforthilfe in ausreichendem Maß möglich ist (das geschieht zwar heute schon - allerdings zu Lasten anderer Posten des Haushaltes, die mindestens genauso wichtig wären) und zweitens die Bekämpfung der Ursachen schließlich doch mal anzugehen. Derzeit kann das aktuelle Budget des Staates das aber nicht leisten (daher die „Sondervermögen“ die aber auch nur Schulden sind, deren langfristige Refinanzierung völllig ungewiss ist)…

Mir fehlt an dieser Stelle ein klares Konzept der Wirtschaft, wie ein Ausstieg aus dieser Spirale funktionieren kann, die die Haushalte der europäischen Länder nicht dauerhaft aus den Fugen geraten lässt - woran die Wirtschaft ebenfalls kein Interesse haben könnte…

Das Problem wird durch die notgedrungen aufgrund der Unfähigkeit, globale (Umwelt-)Politik zu betreiben, deutlich verschärft, da das Problem global besteht.

Da wir in der Wirtschaft auch viele global Player haben, die nicht mehr wie früher das Problem einfach durch Produktionsverlagerungen lösen kann, da das Wasser an vielen Stelle auf der Welt künftig fehlen wird, könnte die Wirtschaft auch viel dafür tun, dass endlich auch global etwas passiert.

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