Ausgaben des Nettolohns in % für Energie

ich komme so langsam ins Grübeln…

bei einem Nettoeinkommen von 2265 € bezahle ich neuerdings
249 € Gas
73 € Strom
380 € Benzin

702 € gesamt also fast genau 31 %
Rechne ich noch Miete (700 €) Telefon und Internet, sowie Versicherungen und KFZ STeuer hinzu, sollte ich eigentlich zu Hause bleiben, weil der Verschleiß vom Auto auch noch gerechnet werden muss.

Mit Bürgergeld hätte ich 563 € zur Verfügung…

Da wundern sich, wenn die Bürger AfD wählen…

2 „Gefällt mir“

Oh Mann, was für ein sh*t.
:hugs:

Gibt es dort, wo du arbeitest, auch Zimmer zu mieten?
Wenn du jetzt 700 € Miete bezahlst, würdest du dort etwas dafür finden?

ich habe mal recherchiert: in der näheren Umgebung wäre eine Zimmermiete genauso teuer wie die Spritkosten.
Ich hatte gerade eine Nachzahlung für Gas in Höhe von 496 €, obwohl die Heizung erst ab Dezember lief. Das dürfte für die kommende Heizsaison noch spannend werden, da ja die Gasspeicher noch nicht einmal zu 50 Prozent gefüllt sind.

Dann greif zu, dann bist du die lästige Fahrerei los

ich schlafe lieber im eigenen Bett und 45 Kilometer eine Strecke… :roll_eyes:

Das Bett kannst du mitnehmen und in das neue Zimmer stellen.

Scherzkeks…

Was willst du uns damit sagen? Die Sozialhilfe ist zu hoch?

Wer wegen den hohen Energiepreisen AFD wählt, hat die Welt nicht verstanden.

1 „Gefällt mir“

Das BSW ist ja auch noch da… :wink:

Das ist für mich nichts neues :wink:

Ich habe in etwa auch so begonnen, und habe fesgestellt, dass etwas mehr als 3/4 meines Einkommens für Wohnen und Essen draufging. 1/4 bleib übrig für Leben und Kinder (zugegeben, damit will ich nicht sagen, dass Leben und Kinder sich gegenseitig die Ressourcen streitig machen :wink:

Warum also darüber ins große Grüblen kommen - damit habe ich immer noch einen weitaus größeren Lebenskomfort als viele Menschen (aktuell bei uns - von den sog. Entwicklungsländern wollen wir gar nicht sprechen!), aber vor allem im Vgl. zu der Zeit vor noch nicht einmal 100 Jahren auch bei uns.

Immer wieder als gern genommene Dauerschleife: die AfD ist dazu keine Alternative.

Die AfD will Kopfschmerzen bekämpfen, in dem sie den Kopf abschneidet. Das ist noch deutlich schlechter als die gegenwärtige Situation! Selbst dann, wenn man selbst zu den wenigen verbliebenen Kopfträgern ohne Kopfschmerz gehört.

Ich wundere mich also (zu Recht?!) trotzdem, wenn es Leute gibt, die die AfD wählen.

Ich gebe Dir absolut Recht. Problem dabei:

AfD-Wähler wollen die Welt gar nicht verstehen.

Ganz theoretisch könnte man das mit „Welt verstehen“ auch noch weiter treiben: wer aktuell nicht Klimaschutz (und damit Grün :wink: wählt, hat die Welt auch nicht verstanden.

Aber wie sagtest Du bereits an anderer Stelle - es lebt eben doch jeder mit (und vor allem: in) seiner eigenen Blase…

das Verhältnis des verfügbaren Einkommens mit und ohne Arbeit ist bei Dir frustrierend.
Auf die AfD würde ich bei der Lösung des Problems eher nicht hoffen.
Gibt es eine Chance, mehr zu verdienen?
Oder die Fahrtkosten durch Umzug zu reduzieren?
oder am besten beides?!

1 „Gefällt mir“

Die Mietpreise sind exorbitant, weil Wohnraum Mangelware ist.
Die Benzinpreissprünge lassen einen verzweifeln. 2,36 € waren hier in der Gegend normal…
Wo wir wieder bei der E-Mobilität wären… :money_mouth_face:

Natürlich ist die AfD keine Alternative, weil sie null Konzept haben.
Die Regierung Merz aber auch nicht.
Neulich habe ich im Dorf gehört:… da gehört wieder ein Adolf her, der die Bonzen der Ölindustrie in den Steinbruch schickt…
Dumpf wie eh und je. Im Dorfeingang meiner Arbeit hängt eine AfD Flagge mit dem Reichsadler und der Aufschrift wir sind das Volk…
Vergewaltigung von deutscher Geschichte würde ich sagen…

Das Verhältnis von Bruttoeinkommen zu Bürgergeld ist krass… aber im Nettobereich sieht es nicht mehr so rosig aus…
Doofes Leben eben
Andere Arbeit? Viel Land, aber wenig Arbeit

Das ist der Punkt, der mich interessiert. Wenn ich es richtig sehe, fährst du etwa 2000 km pro Monat. bei 380 € und einem Preis von 2,36 / Liter sind das 161 Liter im Monat und damit auch rund 8 Liter/ 100 km.

Ich fahre seit 10 Jahren elektrisch. In unserem Wohnprojekt mit PV und eigenen Wallboxen zahlen wir 20 ct / kWh an der Ladesäule. Bei 20 kWh pro 100 km sind das 4 € pro 100 Kilometer, also die Strecke, die du täglich fährst. Bei angenommen 22 Arbeitstagen im Monat wären das 88 €.

3 „Gefällt mir“

Aber nicht jeder kann sich ein E-Auto leisten. Bei @Dorfprojekt-Sarnow beißt sich die Katze in den Schwanz - zu hohe Kosten für Benzin für den Arbeitsweg führen zu zu wenig Einkommen, um einen Kredit aufzunehmen oder für ein E-Auto zu sparen.

Übrigens sehen alle die überhöhten Mieten für einen naturgegebenen Zustand an. Die Vermieter verdienen sich dumm und dusselig. Warum also nicht bei der Miethöhe die Gesetzesschrauben anziehen. Das kann doch so nicht weitergehen. Zumal ich in meiner Stadt immer mehr Gewerbeimmobilienleerstände sehe, die man durchaus in Wohnraum umwandeln könnte.

1 „Gefällt mir“

Weil dann kein Geld mehr für Reparaturen und Sanierungen der Miethäuser zur Verfügung stünde. Sie würden dann abgewohnt wie einst in der DDR.

Von welchen Geld, wenn die Miete gedeckelt wird?

@ErnstBGi findest du 380 € Miete zu viel? Was wäre angemessen für eine Person?

@Dorfprojekt-Sarnow wenn du das Zimmer nimmst und dafür die Benzinkosten sparst, gebe ich dir den Kredit für ein E-Auto zinslos.

1 „Gefällt mir“

nett von dir… aber diese Diskussion hatten wir bereits in einem anderen Beitrag.
Ein kleines E-Auto würde so um die 15 K€ kosten. Theoretisch könnte ich also mit dem eingesparten Spritgeld einen Kredit bezahlen. Bis Jahresende dürfte ich sogar im Betrieb kostenfrei laden. Da endete die Diskussion im Prinzip damit, wieviel soziale Geschenke der Staat vergeben soll…
Hätte man diese Idee, ein E-Auto zu finanzieren weiter ausgebaut, hätte man damit vermutlich viele AfD Wähler gewinnen können.

Zimmer nehmen? Dann brauche ich auch kein E-Auto.
Ich habe meine Behausung nach und nach liebevoll saniert. Ich wohne im Speckgürtel von Rostock. Vergleichsweise günstig. Nach Teterow zu ziehen, wäre eher ein Rückschritt, da ich zum einen die Probezeit noch nicht vorbei habe und ich zum anderen nicht weiss, ob meine Arbeitsstelle die ganzen Kürzungen im Gesundheitswesen überleben wird.
Also noch zu viel Konjunktiv.
Es ging mir in diesem Beitrag auch nicht um den Schrei nach Hilfe, sondern um einen Bericht vom Lande, wie die finanziellen Realitäten aussehen und wie wirkungslos politische Maßnahmen sind.
Da wir ja über Politik diskutieren, sollte man also ab und zu die Realität einfließen lassen und nicht wie so oft auf der Meta-Ebene diskutieren.

2 „Gefällt mir“

Ja, das ist mir schon klar, aber ich würde jetzt einfach mal dagegen halten, dass

nicht so ganz schlecht ist und du damit für mich durchaus kreditwürdig bist, wenn du die Ausgaben entsprechend reduzierst.

Oder sagen wir mal etwas einschränkend, wenn du noch jung wärst, wärst du es auch für eine Bank.
Den jungen Leuten nehme ich ihre angebliche Perspektivlosigkeit, selbst in Teterow, deshalb nicht ab.

1 „Gefällt mir“

ich habe des Öfteren mir den Gebrauchtwagenmarkt angesehen. Da wird ein Toyota Mirei für knapp 6K angeboten… Nur wo kann man hier zu welchem Preis Wasserstoff tanken? :thinking:
Aber mal ernsthaft: mein Arbeitskollege fährt elektrisch. Nur deshalb kann er sich den Arbeitsweg leisten. Eigentlich traurig.
Viele fahren mehr als 40 Kilometer einfach pro Tag zur Arbeit. Deshalb sind auch viele wütend und verbittert.
Tja, wenn ich noch jung wäre… würde ich mir ein Strohballenhaus mit Eisheizung bauen…
So aber warte ich auf die Almosen der Altersrente in wenigen Jahren. :roll_eyes: