Ich war gestern in Berlin im Futurium, das zum Bundesbildungsministerium gehört.
Dort gab es auch einen Bereich zum Vertical Farming. Dort stand die Aussage, dass das ein Energiefresser sei, also dass es um 1 kg Reis mit Vertical Farming zu gewinnen so viel Energie verbrauche wie eine Fahrt mit einem Elektoauto von Köln nach Rom.
Ich kann das leider nicht überprüfen, aber wenn das Bildungsministerium das schreibt, wird es wohl nicht ganz verkehrt sein.
Also zum Klimaschutz dann wohl nicht so gut geeignet?
Das ist am Reichstag, oder?
Ich fand es gruselig dort.
So technikgläubig und überkandidelt.
Liebes Futurium, ich würde sagen „Thema verfehlt, fünf, setzen.“
Vertical Farming wird möglicherweise relativ viel Energie benötigen, das könnte ein Nachteil sein. Das ist aber relativ egal, denn alle anderen Ressourcen , die im klassischen Ackerbau benötigt werden sind wesentlich knapper als Energie! Zumindest langfristig wenn die Energiewedne endlich vollzogen ist…
der Punkt ist dass wir gar keine andere Wahl haben. es ist auf einem erheblich beschädigten Planeten langfristig unmöglich alle Menschen mit den herkömmlichen Methoden zu ernähren! Stichwort Dürre und häufige Ernteausfälle durch Katastrophen. Wenn wir das nicht tun ,werden bald viele Verhungern und die Politik muss dann die Frage beantworten wer verhungern soll..
Also wenn willst du töten damit alle mit deiner alten Methode Satt werden, die du unbedingt um jeden Preis behalten willst? (welche Triage Konzepte?) alle Alten? „überzählige“ Kinder? sehr Bedenkliche Vorstellung von Ernährung!
Tut mir leid dass ich ich diese Frage so krass stelle aber genau das ist die Konequenz wenn es weiterhin so gemacht wird wie heutiger Bio Anbau! Es geht hier ums Überleben, nicht um Öko- Vorlieben was im Supermark auf den ersten Blick gut fürs Gewissen zu sein scheint, sondern wie die Ernährungssicherheit funktionieren solll..
Also Fakt ist, der Planet wird bald zu erheblichen Teilen unbewohnbar sein. Wir müssen auf jedem Fall mit erheblich weniger Fläche alle Satt bekommen. das funktioniert aber mit den aktuellen Methoden gar nicht. Die Lebensmittelverschwendung allein zu beenden reicht auf Dauer nicht! Denn dann reichen die Lebensmittel NUR unter der Bedingung, dass die akuell verfügbare Fläche für Ackerbau noch da ist. Das wird Garantiert NICHT der Fall sein.
Woher soll das essen kommen? Das wird leider von Bio Freunden übersehen und auch die Tatsache dass Bio wegen des geringeren Ertrags noch mehr Fläche braucht. Nicht umsonst wurde die Konventionelle Landwirtschaft eingeführt! Denn der Ursprüngliche Anbau früher, vor dem Industriezeitalter, war ja so ähnlich wie der Bio Anbau, davon wurde die Bevölkerung aber nicht mehr satt.. Deswgen hat die sich der moderne konventionelle Anbau ja auch durchgesetzt. Bio Anabu ist insofern quasi ein teures Luxusgut was wir uns gar nicht mehr leisten können. Oder nur noch ein Paar wenige Reiche auf sehr begenzten Luxus Äckern.. Gut fürs Gewissen, aber nicht für die Ernährungssicherheit..
Das Bedeutet zusammengefasst: Enerigemangel lässt sich durch Technologischen Fortschritt und Ausbau von Energiequellen´weitgehend beseitigen. Mangel an Fläche und Rohstoffen aber praktisch gar NICHT, was daher längerfristig das deutlich Größere Problem sein wird. Garantiert! Das ist jetzt schon absehbar.
Ja, das glaube ich sogar dass das stimmt. aber da der Planet schwer beschädigt ist das ziemlich egal. Nicht zu verhungern wird wichtiger sein.. Bei Import Erdbeeren aud s Peru ist da der Energieverbrauch nicht unbedingt so viel kleiner durch den langen Transport und Intensieven Anbau mit aufwendig hergestellten Pestiziden usw ..
Man muss das Vertical Farming halt mit Erneuerbarer Energie machen.
Und besser auf bestimme unsinnige Dinge wie Rund um die Uhr eine Straßenbeleuchtung zu betreiben verzichten und Notfalls den Konsumwahn beenden. dann wird die Energie dafür auf jedem Fall reichen.
Es müssen endlich die richtigen Prioritäten in der Politik gesetzt werden, dann funktioniert das schon..
Doch.
Wir müssen nur endlich aufhören, in die falsche Richtung zu galoppieren.
Vertical Farming gehört in die falsche Richtung, da es extrem anfällig ist gegen Stromausfall, Zerstörung von außen, Mikroorganismen, Heranziehung „fauler“ Pflanzen und natürlich auch indirekt, wenn wir noch extremer auf die Wohlfahrt von Biolandbau verzichten.
Ich habe den Eindruck, dass du das Prinzip Biolandbau nicht verstanden hast.
Du bist hier einem falschen Narrativ aufgesessen, welches du nicht weiter verbreiten solltest.
Zunächst einmal müssen wir anfangen, das systematische Wegschmeißen von Lebensmitteln zu unterbinden.
https://www.unep.org/news-and-stories/story/how-feed-10-billion-people
Hier ist die einzig mögliche Lösung.
Du hast etwas nicht verstanden. Biolandbau ist viel zu ineffzient dass es auf einem Planeten der kaum noch geeignete Bedingungen für normalen Ackerbau bietet, alle Menschen satt machen kann.
Wo ast du denn genug Fläche dafür. Sag mit bitte endlich wo die Fläche ist auf der du genug Bioanbau betreiben kannst egal wie viele Ahrthal- Fluten und dürren es gibt.
Und wenn du Angst davor hast dass die Vertical Farms Probleme wegen Stromausfall bekommen kann man dazu nur sagen: Jede solche Farm braucht Ihre eigne doppelt abgesicherte Versorgung! Ein Dezentraler Schwarm vieler Mittelgroßer und kleiner farmen, zum Teil auch im eigenen Keller stellt die Ernährung ohne gefahr großer Ausfälle sicher. Natürlich kann das nicht DIE eine Riesenanlage sein..
Und Energiemangel lässt sich eher Beheben als Rohstoffmangel. Denn Technische Rohstoffe lassen sich nicht aus Sonnenenergie oder so gewinnen. Da gibt es NUR die, die der Planet hat. Das Gilt auch für Agrar Rohstoffe. (Fläche , Boden, Bodenleben, Dünger usw)
Und wenn du immer noch glaubst der Bioanbau ist die Lösung dan frage ich dich mal, was wächst eigentlich auf deinem Garten überhaupt noch?
Bei mir ist nix mehr gewchsen. Es war so trocken dass der Rasen zu Staub zerfallen ist!
Ich glaube, das Problem des Hungers ist nicht in erster Linie ein Produktionsproblem, es ist in erster Linie ein Verteilungsproblem.
Die Hauptursachen sind Kriege und korrupte, inkompetente Regime. Außerdem haben wir auch Fehler in der Entwicklungshilfe gemacht, indem oft die falschen Projekte gefördert wurden und dann noch durch (gutgemeinte, profitable?) Lebensmittellieferungen die lokale Produktion stillgelegt wurde..
Auch bei Bio muss man gießen.
Rasen ist eine ganz schlechte Idee bei Trockenheit.
Wenn schon Gräser, musst du sie hoch wachsen lassen, damit sie sich gegenseitig und den Boden beschatten und feucht halten.
Am Besten sind unsere Himbeerpflanzen (etwa 3 m hoch und eigentlich nach den Regeln des Gartenbaus viel zu dicht) mit der Trockenheit klar gekommen. Wir brauchten sie kein einziges Mal zu gießen. In den anderen Jahren, als es feuchter war, war es wichtig, immer zwischendurch Himbeerpflanzen raus zu schneiden, damit die ungespritzten Früchte nicht schimmeln.
Dieses Jahr war das wegen der Trockenheit weder nötig noch sinnvoll.
Wir müssen lernen, uns an den Klimawandel anzupassen mit veränderten Anbaumethoden,
und vor allem weg mit Rasen und Schotter.
Die Fläche ist nicht wirklich das Problem. Es sind die Methoden.
2/3 der Landfläche unseres Planeten sind aride (Wüste) und semi-aride (Savanne) Gebiete. Dort fällt häufig genau so viel Niederschlag im Jahr wie in D, nur halt geballt an 3-4 verschiedenen Tagen, sodass es sehr schnell wieder abfließt.
Durch ein geeignetes Wassermanagement kann man diese Flächen wieder nutzbar machen. Das World food programme der UN bemüht sich seit ca. 40 Jahren darum, die traditionellen Methoden dort wieder bekannt zu machen. Das braucht aber Zeit, Geld und gute Regierungen.
Du hast übrigens recht, dass der Biolandbau geringere Ernteerträge abwirft. Mir sind aus einer Studie für England -40 % in Erinnerung. Da sie aber viel weniger *.zide verwenden, ist die Gesamteffizienz nicht so stark beeiträchtigt. In Teilbereichen (z.B. Tierhaltung) kann sie sogar profitabler sein.
Interessant wäre in diesem Zusammenhang, ob der gesteigerte Ertrag in der Studie auf Kosten des Bodens geht. Ich habe es ja schon öfter mal verlinkt, aber in diesem Forum meiner Erinnerung nach noch nicht, also noch mal:
Damit jetzt keiner denkt, das wäre Off-Topic: Der ökologisch sinnvoll bewirtschaftete Boden ist nicht nur eine CO2-Senke, sondern im Boden leben natürlich auch sehr viele Arten, die den Kunstdünger, die Pestizide und die Verdichtung durch schwere Maschinen nicht ab können.
Mit Biolandbau tut man also etwas für Artenvielfalt und für*s Klima gleichzeitig.
Das meinte ich. Es gibt genug Fläche, die meisten Probleme haben wir, weil wir zuviel wegwerfen, zu viel in energetisch ineffiziente LW stecken (Düngerproduktion) und schlechtes Wassermanagement haben. Es ist ja kein Zufall, dass der Wald so trocken war. Das lag nicht alleine an der Dürre.
dan frage ich dich mal, was wächst eigentlich auf deinem Garten überhaupt noch?
Bei mir ist nix mehr gewchsen. Es war so trocken dass der Rasen zu Staub zerfallen ist!
Ich hänge dir ein Bild meines Gartens an. Es wächst dort noch viel, WEIL ich Pflanzen und intakten Boden habe, so dass das Wasser gehalten wird und es auch im trockenen Sommer kühle, feuchte Ecken gibt.
Zeig gerne ein Bild von deinem Garten, in dem ich eine große Rasenfläche und offene Beete mit schwarzer Erde vermute.
Du hast übrigens recht, dass der Biolandbau geringere Ernteerträge abwirft.
Das gilt meines Wissens für die gemäßigten Breiten mit nur einer Vegetationsperiode pro Jahr. In den Tropen kann man mehrere Ernten parallel einfahren und mehrere Nutzpflanzen vergesellschaften.
Hmm noch sieht dein Garten ganz gut aus. schön Bund und gut bewachsen und grün. Allerdings ist die eigentliche Masterfrage ob das in 30 Jahren, wenn es noch erheblich wärmer als jetzt ist immer noch so ist. Deine Methoden funktionieren nur, wenn die Erwärmung auf etwa 1,5 Grad begrenzt wird, was nicht viel mehr als heute ist.
Es ist aber eher zu erwarten ,das wir 3 Grad Erwärmung bekommen werden, für 1,5 Grad ist es schon zu spät. da man das erst angeangen ist, wird dieses Ziel kaum noch zu halten. schon bei 3 Grad mehr wird es so verdammt trocken sein , dass das Wasser dafür fehlt. Vertical Farming braucht sehr viel weniger Wasser als jeder denkbare Anbau im Freien.
Und hast du für deine Annahme ob die Flächen für Bioanbau Reichen den Verlust duch die Klimaerwärmung überhaupt mal berechenet? dann werde nwir sehen wie gut das funktionieren kann. Ich rechne aber damit dass dein Garten, auch wenn du Ihn im Moment besser bewirtschaftest als ich, trotz deiner Bemühungen traurig aussehen wird. Ic hhabe derzeit leider keine Möglichkeit einen Vergleichbar guten Garten zu machen, hab im Moment keine Kapazitäten dafür wegen anderer Probleme wie der Energiekriese.
Mich wurdert dass deine Himbeeren noch da sind. Haben die auch was getragen? War die Ernte von Nennenswerter größe oder mickrig klein? Also wir haben hier Johannisbeersträucher von der Großmutter stehen. Die tragen eigentlich immer Früchte. Es war aber so trocken dass alle Früchte vertrocknet sind bevor sie reif waren. Und die Pflanzen sitzen seit Ewigkeiten in geschlosssenen Boden. also keine nackte Erde unter der Pflanze.. trotzdem.. nix mehr dran..
Und hier in der Nähe des Grundstücks ist ein Wald. Der war so trocken dass alle Bäume bis tief in den Wald vertrocknet waren. Und am Boden sind alle Bodendecker abgestorben. Selbst die Dornenbüsche sind kaputt gegangen. Und die zähen Disteln auch. Das Dornenzeugs hält lange trockenheit aus. Und auch das Dornenzeug im totalen Schatten ist im GANZEN Wald abgestorben. Die hab ich im Soimmer noch nie abgestorben gesehen!
Der Wald ist schwer dürregeschädigt. Zeitweise war er fast tot! Sebst die dunkelste Ecke war extrem trocken. Es war im Sommer im Wald so warm wie im Ort weil der Wald keine nennenswerte Verdunstung mehr erzeugen konnte uind zwar der ganze Wald. Alle Bäche sind ausgetrocknet. Keine Ahnung was die Tiere gretunken haben. Der Zulauf des Stausees in der Nähe hatte nur noch 4 Millimeter Wasserstand statt normalerweise rund einen halben Meter und das über Monate! Der Stausee was fast halb leer.. Also ob du deinen Garten in 30 Jahren noch am leben hast bezweifle ich daher. Das ist fast unmöglich zu schaffen wenn alles so derart extrem wird. das hat es früher NIEMALS gegeben! Alte Methoden des Wassermanagements werden vermutlich überfordert sein, es gibt einer annähernd keinen Regen mehr bals überall fast das ganze Jahr lang.Und i nden gegenden wo es solches Management gibt wird es auch in einpaar jahrzehnen zu wenig sein. Und kurze Sturzfluten spülen danach alles weg.
Du setzt Klimaerwärmung mit Dürre gleich. Das ist keineswegs der Fall.
Wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen (kennen wir doch von Hurricanes). Ist aber gar nicht sooo viel mehr. Aber dieses Wasser hat nur einen Weg, die Atmosphäre wieder zu verlassen, nämlich als Niederschlag.
Die Gesamtmenge an Niederschlag weltweit wird sich daher nur unwesentlich verändern. Allerdings werden sich die Gebiete verschieben, wo es regnet, und die Ereignisse werden heftiger.
Es kann uns durchaus passieren, dass wir in 10-20 Jahren ständig Starkregen in D haben.
Auch im diesjährigen Dürresommer im Norden von D hat doch der Süden ganz ordentlich Regen gekriegt, oder? Und trotz der Mega-Dürre im Westen der USA hat es an vielen anderen Orten auf diesem Planeten massive Überschwemmungen gegeben.
Du könntest recht haben ,aber dieses exrem unregelmäßige Klima macht herkömmlichen Anbau irgendwann fast unmöglich. Ich begrünede das damit dass ich kaum noch mit der Einhaltung des 1,5 Gard ziels rechne. Ich rechne eher mit rund 3 Grad Erwärmung. Es ist trotzem ein Riesen Problem wenn der Acker zunächst verdorrt um dann plötzlch mit einer Ahrthal Flut wegzuschwimmen. Leider.. ![]()
