Anhebung der Beitragsbemessungrenze in der Krankenversicherung

Du sagst es … in meinen Augen ist das ein absolutes NoGo, dass der Staat per Steuergeld eine Bevorzugung für alle Beamten im Gesundheitsbereich finanziert. Und dass die gleichen Leute dann darüber bestimmen sollen/wollen/können ob daran festgehalten wird.

Oder warum ist das Thema Bürgerversicherung so dermaßen weit unten gelandet ?

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der Staat kann und muss die Bezahlung seiner Beamten regeln, wer denn sonst?
Und er muss sie mit Steuergeld bezahlen, womit denn sonst? Mit Olafs Erspartem?
Beamte werden eher mäßig bezahlt, dafür haben sie Vorteile bei Pension und KV und sind unkündbar.
M.E. ein fairer deal.

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betragsmäßig scheinen sich die Erhöhungen übrigens in Grenzen zu halten.
EUR 300 p.a. (= EUR 25 monatlich) bei einem Gehalt von EUR 6.500 sollten zu verkraften sein.

"Die Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherungen sollen nächstes Jahr kräftig steigen. Bei hohen Gehältern bedeutet das zusätzliche Sozialabgaben von mehreren Hundert Euro pro Jahr.

Wer 6500 Euro oder mehr verdient, muss nächstes Jahr mit mehreren Hundert Euro zusätzlich für Sozialabgaben rechnen. Das zeigen Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW im Auftrag des „Handelsblatts“. Bei einem Bruttomonatsgehalt von 6500 Euro werden demnach pro Jahr knapp 300 Euro mehr fällig, bei 7500 Euro sind es sogar mehr als 600 Euro zusätzlich."

Ein wichtiger Aspekt wurde hier noch nicht erwähnt. Bei der GKV zahlt eine Lediger ohne Kinder für Familien mit Kindern und Ehefrau/mann. Ist das gerecht?

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Es ist ‚solidarisch‘. Mit dem Gerechtigkeitsbegriff habe ich eh so meine Schwierigkeiten, weil ihn niemand definieren kann.

Zumindest erklärt das, warum die GKV für freiwillig Versicherte bzw. Menschen mit etwas höheren Einkommen so viel teurer ist als die PKV.

Und mit „solidarisch“ hast Du keine Schwierigkeiten? Ist eigentlich noch viel schwammiger und undefinierter als „gerecht“.

Ich finde dies weder gerecht noch solidarisch sondern einfach Augenwischerei. Was wäre denn so schlimm wie in der PKV einen Kindertarif zu haben ? Und die/der Ehe-frau/mann zahlt nur dann nichts, wenn sie/er kein eigenes Einkommen hat - eigentlich ja auch nicht so der Zeitgeist momentan.

Und nun ist es offiziell - die 1000€ KV Beitrag sind überschritten.

Vielen Dank an Minister Lauterbauch sowie unseren Kanzler Scholz, die irgendwas von stabilen Beiträgen „faseln“ obwohl sie es doch eigentlich besser wissen.

Es wird wirklich Zeit für eine ehrlichere Politik, die die Dinge beim Namen nennt und ALLE Bürger in die Lösungsfindung einbezieht und nicht populistisch da ansetzt, wo die wenigsten Gegenstimmen zu erwarten sind.

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Ich habe mal nachgesehen, wie da so die Entwicklung war - von 2022 abgesehen ( Bundestagswahl zuvor ! ) - gab es jedes Jahr einen schönen Aufschlag - insgesamt 128€/Monat seit 2020 - sprich 14% drauf, was sich gut einreiht in die allgemeine Inflation.

Blöd nur, dass meine Kunden keine ständigen Preiserhöhungen von 3% pro Jahr mittragen …

2020 : 878,91
2021 : 926,38
2022 : 926,38
2023 : 972,57
2024 : 1006,99

dann gibt es aber doch nichts zu meckern, oder?
Der Anstieg scheint jedenfalls nicht künstlich erzeugt zu sein.

dafür kann Lauterbach nichts (und auch sonst niemand).

kann man so sehen, wenn dies für alle so gelten würde … Tut es aber nicht, da der Beitragssatz = 14,6% seit 2019 gleich geblieben ist und der Zusatzbeitrag moderat von 1,1% auf 2,19% gestiegen ist.
Dafür wurde in 2 Runden die Beitragsbemessungsgrundlage angehoben - sprich statt 1,09% Anstieg wie für die „normalen“ Versicherten dürfen die „Solidar-Esel“ wesentlich mehr bezahlen.

Wenn jetzt also die SPD tönt, dass die KV-Beiträge stabil bleiben, dann ist dies zwar für die Masse des Stimmvolkes richtig aber … es wird verschwiegen, dass bei den freiwillig Versicherten umso mehr zugelangt wird.

Das System ist schon mehr als krank - aber … die PKV-Verträge der Beamtenschaft sind sicher.

Die neue(n) Beitragsrechnung(en) sind da:

am 15.01. 1112,12€ für KV und PV und
am 18.01. 1184,64€ für KV und PV

mal abgesehen davon, dass hier innerhalb einer Woche gleich 2x angehoben wurde - seit 2022 (damals noch 926,5€) ist das eine Erhöhung um 258,14€ sprich 28% auf dem Beitrag von 2022. Das hat mit Inflation nichts zu tun und auch nichts mit den Kosten der Pandemie.
In meinen Augen hat es aber sehr viel damit zu tun, dass

a) sich zu viele gar nicht daran beteiligen ( Beamte / Familien mit nur einem Zahler / Spitzenverdiener )
b) der Staat sich auf Kosten der Kassen gesund rechnet, in dem er nicht auskömmlich finanziert ( Kosten der KV für Bürgergeldempfänger, Geflüchtete ohne Arbeit, … )
c) Unwillen, die Kosten zu begrenzen

Und was ist die Idee von Robert - Sozialbeiträge auf Kapitaleinkommen - wie schräg ist das denn, da dies ja kaum Einnahmen verschafft, da die Personenbasis viel zu gering ist ( GKV Mitglieder mit großen Kapitaleinkommen ).

Das hinterher geschobene - soll ein Einstieg in die Bürgerversicherung sein - ist nur wenig überzeugend, da dafür a) die Mehrheiten fehlen und b) die Zielrichtung des Ursprungstextes darauf in keiner Weise hindeutete.

Manchmal ist es zum Verzweifeln. Warum gibt es kein Bekenntnis zur Bürgerversicherung für alle auf geringem Niveau + Zusatzversicherung. Weil die Beamten dann Sturm laufen, wenn sie ihre Privilegien los sind ???

Ehrlich gesagt, das sind im Grunde gar nicht die Beamten selbst.

Ich kann dies beurteilen, weil ich selbst eine bin bzw. war.

Tatsache ist, für die Beamten muss der Arbeitgeber (Staat bzw. Land) fast 50 Jahre keinerlei Sozialabgaben zahlen und dies ist am Ende billiger.

Zahlungspflicht besteht erst bei tatsächlich anfallenden Kosten und dies nur die Hälfte.
Die andere Hälfte muss der*die Beamte*in privat versichern, da fallen monatliche Beiträge für den Versicherten an. Eine Familienversicherung, wie bei der gesetzlichen, gibt es auch nicht, denn man muss jedes Familienmitglied nachversichern und dies kostet zusätzliches Geld.

Ich sah dies eher nicht als Privileg an und habe mir so manches Mal auch eine Versicherungskarte gewünscht, zumal ich die Kosten für Medikamente in der Apotheke vorstrecken muss.

Eigentlich wurden die Unterschiede durch das Gesundheitssystem und durch die Ärzte geschaffen, weil die Ärzte bei Privatpatienten höhere Sätze abrechnen können und nicht an das Quartalsbudget gebunden sind.

Mir ist eine gewisse Bevorzugung sogar manchmal unangenehm, aber ich zahle schließlich auch dafür und, wenn es so ist …

Außerdem musste ich für gewisse zusätzlichen Leistungen auch zusätzlich einen sogenannten Beihilfeergänzungstarif und eine Krankenhaustagegeldversicherung abschließen.

Aber schau mal hier:

Oh, Du hast den Thread ja bereits entdeckt.

Tja - Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze zum 2. und diesmal von einer CDU-Ministerin, die dies entgegen der Ratschläge ihrer Kommission tut und sogar eine stärkere Abwanderung zur PKV toleriert (oder sollte man sagen der PKV zu liebe durchsetzt) - Und das alles nur, weil sich SPD/CDU/CSU nicht zur vollständigen Übernahme der KV-Kosten für die Bürgergeldempfänger durchringen können - zu tragen über die Steuer, die zur Not eben gaaanz weit oben um vlt. 0,1% steigen müsste.

Und wo bleibt der Aufschrei der Grünen - ach ja - ich vergaß, da gibt es ja viele Beamte, die davon nicht betroffen sind sowie “sozial gesinnte”, die meinen, dass die BMG sogar ganz angeschafft werden könnte …

Warum aber auch wirklich jeder Topf zur Umverteilung genutzt werden muss, verstehe ich nicht.