"Air Defender 2023" - Nato-Luftmanöver in Deutschland

250 Militärmaschinen starten heute in Deutschland die größte Luftübung der Nato-Geschichte.

Das sind die Drehkreuze für die größte Übung am Himmel seit Gründung der westlichen Verteidigungsallianz, die an diesem Montag beginnt, 250 Flugzeuge und rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten nehmen teil. Einige der rund 2000 geplanten Flüge werden auch von Spangdahlem in Rheinland-Pfalz sowie von Volkel in den Niederlanden und Čáslav in Tschechien aus starten.

Zwar findet ein größerer Teil der Flugbewegungen über Nord- und Ostsee statt. Erstmal seit Ende des Kalten Krieges, währenddessen Tiefflüge und Knalleffekte beim Durchbrechen der Schallmauer zum bundesdeutschen Alltag gehörten, dürften die Bürgerinnen und Bürger nun bis zum 23. Juni wieder aktiv etwas vom militärischen Geschehen über ihnen mitbekommen.

Dieses Manöver ist eine bis dato größte Luftoperationsübung seit Bestehen der Nato.

Was passiert bei dem Manöver „Air Defender“?

Sogar der zivile Luftverkehr über Deutschland wird teilweise eingeschränkt sein.

„Air Defender“ hätte auch ohne den russischen Angriffskrieg stattgefunden, bekommt aber jetzt nochmal eine neue Bedeutung und lässt sich auch viel einfacher rechtfertigen.

Ich denke Russland wird dies skeptisch und ziemlich genau im Auge haben.

PS. Die Luftwaffe will mit dem Manöver «Air Defender 2023» gemeinsam mit den beteiligten Nato-Partnern Stärke zeigen, aber eine Eskalation mit Blick auf Russland vermeiden. «Wir tun alles, damit es nicht eskalierend wirkt», sagte der Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz, am Montag im Inforadio des RBB.

https://www.upday.com/de/lufwaffenuebung-beginnt-nato-will-russland-nicht-reizen?utm_source=upday&utm_medium=referral

Hoffen wir mal, dass es gut geht.

@anonymeNutzer
Die für mich spannendste - aber natürlich unbeantwortet bleibende - Frage ist, ob das tatsächlich primär gedacht ist, um Russland abzuschrecken - denn die kennen unsere aktuellen militärischen Fähigkeiten viel genauer als die meisten EU-Bürger - oder ob das nicht doch der internen Übung dient sowie EU-innenpolitisches Signal geben soll, dass sich unsere BürgerInnen sich auch in Krisenzeiten keine Sorgen machen müssen - was natürlich Augenwischerei ist, denn eine militärische Eskalation in Form eines Krieges zwischen Russland und der Nato wird - unabhängig, wer nun so einen Krieg „gewinnen“ wird, gerade in der Zivilbevölkerung wahrscheinlich noch viel dramatischere Folgen haben als in der Ukraine …
Ich finde diese Variante - zugegeben nur Spekulation - durchaus für bedenkenswert - und auch öffentlich kommunizierbar…

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Diese Übungen sind ganz dringend nötig für die Abschreckung Russlands. Und wir müssen die Fähigkeiten und Aussttatung der Bundeswehr deutlich verbessern. Sonst droht möglicherweise ein riesiges Blutbad wenn Putin die Nato bezw. EU Länder angreift. Die Russen sind ziemlich skrupellos und vernichten alles , töten viele Zivilisten usw..

Warum wird da nicht mehr ander Einsatzfähigkeit der Budneswehr gearbeitet? Pazifismus hilft NICHT gegen von Außen eindringende Angreifer, das sit ein Irrtum.

Die Ukraine ist ein gutes Beispiel und wollte NIE Krieg gegen Russland führen und hatte lange ein gutes Verähltnis zu Russland.

Hat das den Krieg verhindert? Nö, überhaupt nicht!

Und genau das war doch die Kernaussage der Linken Strömungen bei der Linkspartei, den Grünen Pazifisten, der linken SPD Flügel..

Hat doch ganz klar nicht funktioniert..

Das dies so lange geleugnet wurde ärgert mich und gefährdet die Chance auf eine Friedliche Zukunft von der jüngeren Erwachsenengeneration und der heutigen Kinder.

Pazifismus sorgt dafür, das man selber eine friedliche Haltung hat, das ist zwar gut, schützt aber niemals vor Leuten wie Putin und Prigoschin. Dagegen braucht man funktionierednes ein Militär ,solange es sowas auf der Erde nocht gibt.

Ah ja und warum ist das immer noch kein Anlass für mehr Zivilschutz? Warum werden keine neuen Bunker und andere Schutzeinrichtugnen gebaut? Die alten die noch da sind lassen sich nur noch teilweise verwenden, der Rest ist vergammelt oder abgerissen worden..

Ich sag doch dass wir derzeit keine Schuldenbremse brauchen. Wir haben sehr viel zu investieren im Moment:

Energiewende, (teílwesie bezahlbar duch streichung unnötiger Subventionen) Gesundheitsreformen, Bildung, Sozialer Energiewendeausgleich und Klmaanpassung, Soziale Hilfen zur Klimaanpassung ,wiedeaufbau der Bundeswehr, wiederaufbau Zivilschutzanlagen

Das wird sonst über 100 jahre dauern bis das alles bezahlt werden kann wenn wird jetzt ne Schuldenbremse machen..

Dann ist es aber schon zu spät! Die Klimakriese bereits voll ausgeprägt, die Bundeswehr immer noch nicht funktionstüchtig, der Angriff auf die EU durch Russland möglicherweise längst vorbei und unsere Heimat duch Klimawandel und Krieg zerstört. Dann kann man sich das alles sparen..

Ist das vielleicht auch beabsichtigt weil die Reichen dafür zu geizig sind? Nur eine vermutung..

Also, dass die Übung dringend notwendig ist als Training - sehe ich ein - aber bei zigfachem Overkill und einer immer noch leidlich gut gerüsteten Nato (Russland scheint ganz offensichtlich auch nur leidlich gerüstet, da die Ukraine sonst längst vollständig besetzt wäre) - wozu etwas öffentlich zeigen, dass intern bei den Russen längst bekannt ist?
Das ist im Grunde genauso wie auf dem Schulhof - man kannte die Schläger und ist ihnen auch dann ausgewichen, wenn man lange nicht direkt mehr in eine Konfrontation verwickelt war, da man wusste, welches Potential bestand, wenns drauf ankam …
Und sowohl die Russen wissen über uns als auch wir wissen über Russland (alles andere wäre ein Trauerspiel der Geheimdienste), wie stark die jeweils andere Seite ist …
Das war schon in der Zeit des ersten kalten Kriegs so, dass die Manöver als Signal in erster Linie innenpolitische Gründe hatte - man musste vor allem sich selbst und der eigenen Bevölkerung signalisieren, wie „toll“ man doch gerüstet war …
Wenn die Ukraine Teil der Nato gewesen wäre, hätten man mit dieser Überlegung vielleicht den Krieg verhindern können - nach außen wirkte die Ukraine ohne Natomitgliedschaft rel. schutzlos …
Natürlich hilft aktuell der Pazifismus gar nichts, wenn man weitere militärische Übergriffe verhindern will - anderes Thema …
Natürlich brauchen wir die lange vernachlässigten Zivilschutzmaßnahmen - anderes Thema
und natürlich muss das jemand (idealerweise wir selbst) bezahlen - aber auch das ist ein anderes Thema …
Wenn es wirklich so wäre, dass ein einzelnes Manöver eine Nation wie die Russland tatsächlich provoziert - dann sind wir sowieso verloren, weil wir es dann tatsächlich mit Psychopathen auf russischer Seite zu tun hätten - dann wäre es aber auch außenpolitisch wieder egal, ob wir dieses Manöver machen oder nicht, da ein (oder mehrere) Psychopathen im Kreml dann sowieso machen, was sie wollen, unabhängig von der Frage, wie erfolgreich die Aussichten sind …
Aus dieser inneren Logik heraus erschließen sich mir die beiden von mir genannten obigen Gründe viel eher - aber letztlich spekulieren wir beide … :slight_smile:

Ja es gibt in der Nato diesen Overkill Faktor der Ausrüstung. Aber wir können nicht unbedignt blind darauf verlassen, müssen zunächst mal zur Selbsthilfe in der Lage sein.
Es wäre dumm darauf nur wegen dem Overkill Faktor zu verzichten.

Oder weißt du mit hellsehersicher Kraft ,das es keinen neuen Trump im Amerika geben könnte und so klar ist, dass wir blind darauf vertrauen können, der vorhandene Overkill der Gesamt- Nato reicht auf jedem Fall aus.

Außerdem hat solches denken den gefährlichen Nachteil, dass andere Nato Länder vielleicht auch zu viel vertrauen in die Nato haben was diese mit der Zeit schwächen würde!

In der Tat - aber das wäre - wie ich schon sagte - ein Fokus nach innen - nicht in Richtung Russland/China

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Es schreckt alle ab.

„Russland abschrecken“ ist vermutlich gesellschaftsfähiger als
„Sich auf die kommenden weltweiten Verteilungskämpfe auf Grund des Klimawandels vorbereiten“.

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Wenn es nur um das Außensignal gegangen wäre, hätte man die Übung im Norden Kanadas oder im Luftraum des neuen NATO-Mitglieds Finnland gemacht. Dort wo recht viel Fläche und recht wenig ziviler Luftverkehr stattfindet, können solche Übungen abgehalten werden, ohne die Zivilbevölkerung großartig zu beeinträchtigen - und die Russen sehen das natürlich trotzdem was dort passiert. In den letzten Jahren hat die Bundeswehr (und andere Militärs) Übungen im Tiefflug und mit Überschall auch fast ausschließlich in solch abgelegenen Gebieten gemacht.

Dass man diese Übung nun mitten in Europa, vorwiegend im Deutschen Luftraum stattfinden lässt, ist vor allem eine Botschaft an die Deutsche Bevölkerung - eine Botschaft die ich persönlich überhaupt nicht positiv sehe.

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Ich finde die Botschaft wichtig, das heitßt, wer Sicherheit will muss wissen das dies manchmal auch solche Übungen erfordert. Die Soldaten müssen auch trainiren, besiedeltes Gebiet zu verteidigen und das nicht in der Pampa!

das heißt nicht, das ständig überall krach gemacht werden muss, aber alle Paar jahre ist so eine realistische Übung nötig.

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