Solange noch ganz normaler Stress und überschaubare Verantwortung auf Robert lasteten stimmte das.
Aber mit einem zu überzeugenden Super CDU-Ministerium und Axel-Springer-Fake-Flut vom Wecker bis in die Nacht sind Essstörungen für die Situation eine eher leichte Problemlage.
ich bitte um Nachsicht, aber ich kann nicht 10 Studien dazu lesen.
Ich habe es mal schlicht mit wikipedia versucht.
Da werden 5-10 mögliche Ursachen für Adipositas genant.
Die ersten 5 sind willentlich beeinflussbar.
Gibt es wirklich niemanden, den man für seine Fettleibigkeit verantwortlich machen kann?
Wer wegen Medikamenten oder krankhaften Stoffwechselstörungen oder entgleisten Hormonen dick wird, den sollte man natürlich verschonen.
Aber gibt es nicht auch Menschen, die einfach zu viel und immer das Falsche essen?
Zitat:
Ernährung und Bewegung
Überernährung und Bewegungsmangel
Zu viel und falsche Ernährung einerseits – zu wenig Bewegung (Energieverbrauch) andererseits – führen zu Überschuss bei der individuellen Energiebilanz eines Menschen. Per Lebensmittel zugeführte und nicht verbrauchte Energie wird letztlich in Fettdepots gespeichert. Daher liegt in der Behandlung auch heute noch der Hauptfokus auf der Kontrolle der Energiezufuhr und einer ausreichenden Bewegung.[8]
Bei der Ernährung scheinen zuckerhaltige Getränke eine wichtige Rolle zu spielen,[9][10][11][12] die auch ein genereller Marker für einen ungesunden Lebensstil sind. Zwar kommen einige Übersichtsarbeiten zu dem Schluss, dass kein Zusammenhang nachweisbar wäre, eine Publikation aus dem Jahr 2013 zeigt jedoch, dass dies vor allem in Arbeiten mit finanziellem Interessenkonflikt der Fall ist.[13]
Nahrungsqualität
Auch die Qualität der Fette spielt eine Rolle. Bestimmte Fette (Cholesterin, trans-Fettsäuren) können vom Körper bis zu einem bestimmten Grad leicht eingelagert werden (was nicht nur die Bildung von viszeralem Fettgewebe, sondern auch Arteriosklerose begünstigt). Das Sättigungsgefühl wird in erster Linie durch das Volumen der Nahrung bestimmt.[14][15] Essen mit geringer Energiedichte macht auch satt, liefert aber weniger Energie. Das kann man mit vollwertigen Nahrungsmitteln erreichen, die neben Kohlenhydraten, Proteinen und Fett größere Mengen an Fasern enthalten. Außerdem gibt es diverse Gemüsesorten, die kaum Kohlenhydrate und damit wenig Energie enthalten.
Essenshäufigkeit
Es gibt bisher einige Studien, die darauf hindeuten, dass die Anzahl an Mahlzeiten pro Tag an Adipositas bzw. der Gewichtsregulation bei erwachsenen Menschen beteiligt sind.[16] Allerdings sind spezifischere Studien notwendig, um nachzuweisen, ob, je bei gleichem Energieumsatz, viele kleine Mahlzeiten gegenüber wenigen großen, oder umgekehrt, einen günstigen Einfluss auf Adipositas haben.[16][17]
Hochverarbeitete Lebensmittel
Hochverarbeitete Lebensmittel HVL (englisch ultra-processed food) gelten als relativ neuer Risikofaktor für Übergewicht und Adipositas. Die NOVA-Klassifikation unterscheidet 4 Gruppen zwischen HVL und minimal-verarbeiteten Lebensmitteln (MVL).
Das Chancenverhältnis (engl. odds-ratio OR) eine Adipositas (BMI > 30 kg/m²) zu entwickeln ist laut mehrerer Metaanalysen 1,26 bis1,55 mal größer bei Personen, die sich mit HVL ernähren im Vergleich zu solchen, die sich mit MVL ernähren[18][19]. Auch konnte in einer randomisierten Einzelstudie gezeigt werden, dass der tägliche Energiekonsum bei HVL um 500 kcal/Tag zunimmt, während er bei herkömmlicher Ernährung (MVL) um 500 kcal/Tag abnimmt. Die Personen hatten jeweils beliebigen Zugang zu entsprechenden Lebensmitteln über zwei Wochen und nahmen entweder 0,9 kg an Gewicht zu oder ab[20].
Sozio-kulturelle Faktoren
Adipositas ist höher in Ländern mit höherer Ungleichheit
Fast- und Junkfood: Portionsgröße; Essgeschwindigkeit; zu hoher Fett-, Salz- und Zuckergehalt; nicht ausreichend sättigend
Lebensmittelzusätze: appetitanregende Stoffe; Farb- und Geruchsstoffe, die das Essen ansprechend erscheinen lassen; Geschmacksprägung durch Zuckerzusatz (Softdrinks, Babynahrung, gesüßter Tee, gesüßte Fleischwaren)
Waren-Überangebot
Werbung für zucker- und fetthaltige Lebensmittel
Keine geregelten Mahlzeiten
Entsprechende Erziehung: „Der Teller wird leer gegessen“, „Iss was, dann wirst du was!“
Übergewicht als Schönheitsideal bzw. Zeichen für Wohlstand in manchen Kulturen
Sportarten, bei denen Übergewicht vorteilhaft ist (Sumō-Ringen)
Je niedriger der soziale Status (bestimmt durch die drei Faktoren Höhe der Ausbildung, Haushaltseinkommen und berufliche Stellung), desto häufiger trifft man auf das Problem Adipositas: Je höher der Schulabschluss, desto günstiger liegt der Body-Mass-Index.[21] An Adipositas leiden in Deutschland rund 25 % der Männer in unteren Schichten – in der Oberschicht sind es nur um die 15 %. Bei den Frauen ist der Unterschied mit etwa 35 % zu 10 % noch deutlicher.[22][23]
Aber dann verändert sich das Mikrobiom und irgendwann lenkt einen dieses zum Kühlschrank.
Kein Witz.
Mal sehen, ob ich das find.
„Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, die von Darmmikroben produziert wird. Wenn sie zum Gehirn gelangt, wird sie in Serotonin umgewandelt, ein Signal, das wichtig ist, um sich nach einer Mahlzeit satt zu fühlen“
Ich beobachte bei mir jeden Tag ganz viel Indikatoren, die mich zum Kühlschrank lenken, oder im Supermarktregal zu Dingen greifen lassen, die ich besser erst gar nicht kaufen sollte, damit sie gar nicht im Kühlschrank landen.
Meist breche ich diese Lenkung dann bewusst ab, weil mir klar ist, dass diese Lenkung eine ist, die langfristig nicht für mein Wohlergehen dienlich ist (um es vorsichtig auszudrücken).
Problem dabei: die Nichtbefriedigung dieses lenkenden Impulses führt natürlich unmittelbar zur Enttäuschung oder gar zur Frustration, was eine unmittelbare Auswirkung auf mein aktuell gefühltes Wohlbefinden hat.
Die Entscheidung darüber, dem Impuls zu verfallen oder ihm etwas entgegen zu setzen, fällt (bei mir!) dadurch, ob es mir gelingt, ein weiter entferntes Ziel (z.B: Gewichtserhalt oder - verringerung, gesunde Ernährung, etc.) als wichtiger - und damit attraktiver - einzustufen als den aktuellen Impuls.
Das ist bei AdipositaspatientInnen wahrscheinlich dramatisch schwieriger, weil der Impuls, der zum Essen rät, sehr viel mächtig ist als bei mir.
Hier gilt es, einen therapeutischen (damit meine ich ausdrücklich nicht nur einen psychologischen!) Ansatz zu finden, diese Macht zu brechen.