Abschaffung eines Feiertags: wer ist dazu bereit?

Das war auch schon mein Gedanke.
Trotzdem muss man wissen, was ein Produkt ist und dass es wirtschaftlich und mathematisch unterschiedlich definiert ist.

Anzahl der verkauften Waren mal Preis ist eine ganz einfache Rechnung.

„Das BIP wird in jeweiligen Preisen und preisbereinigt (Deflationierung mit jährlich wechselnden Vorjahrespreisen und Verkettung) errechnet.“

Anzahl der verkauften Produkte und dessen Preis bestimmen das BIP und da Preise auch schwanken, schwankt dadurch auch das BIP.

Dass man am Ende unterschiedliche Posten summieren muss das ist klar aber das ist nicht das Wesen des BIP.

Zudem kommt dass das BIP gar nicht so sehr viel drüber aussagt ob es unserem Land gut geht oder schlechter geht wenn die Differenz zum Vorjahr nur so extrem gering ist, da reicht es schon Steuern zuerhöhen dass der BP steigt oder Steuern gesenkt dass der BP sinkt.

Auch das Kaufverhalten wirkt sich aus, wenn weniger gekauft wird sinkt das BIP, verantwortlich Angstmacherei durch zb. die AFD, das in vielen Bereichen die Leute ganz einfach kein Geld mehr ausgegeben haben, weil sie Angst haben.

Nur nicht das BIP.

Die Formel lautet: BIP = C + I + G + (X - M), wobei „C“ für Konsumausgaben der Haushalte steht, „I“ für Investitionen in das Geschäftsleben, „G“ für Staatsausgaben und „X - M“ den Nettoexport (Exporte minus Importe) repräsentiert.

Nota bene: Das X ist eine Variable und kein Malzeichen.

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Du musst schon noch einen Schritt zurückgehen für jedes Produkt brauchst du einen Wert den kannst du nur über Preis und Anzahl bestimmen.
Bei Dienstleistung Stundenpreis mal Zeit.

Und wenn die Waren unterschiedliche Preise haben? Ohne die gute alte Addition wird es nicht gehen.

Die Mischung aus Plural und Singular in einem Halbsatz schient mir symptomatisch für das Durcheinander deiner Gedanken.

Doch, genau das ist sein Wesen, die Summe des Geldwerts aller gehandelten Produkte. Das P in BIP bezieht sich eben gerade nicht auf das mathematische Produkt.

Mein Rat: lass es lieber, bevor du dich weiter blamierst.

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Habe ich oben doch alles geschrieben

3 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Moderatoren- und Vorstandsbashing

ich schlage vor, dass wir das Thema „Multiplikation oder Addition“ bei Berechnung des BIP beenden.
Zur Sache trägt das wahrscheinlich nichts mehr bei.

Die Bevölkerung schläft.
Wenn schon der Verlust eines Feiertages eine zu große Zumutung ist, wie können wir dann die wirklich großen Probleme bewältigen?
Wenn immer nur die anderen Opfer bringen sollen, sind wir verratzt.

„Dafür sind mehrheitlich mit 52 Prozent die Rentner.“

Jetzt wo ich es lese, ja, bin ja auch bald in Rente.
Je mehr die anderen dann verdienen, um so besser wird dann meine Rente sein.

Hätte jetzt aber gar nicht gedacht, dass Rentner überhaupt dazu befragt werden.

Wie bei allen anderen Fragen auch ist das einer der zentralen Aspekte - immer der Unterschied zwischen inneren und äußeren Maßstäben, die oft nicht korrespondieren…:frowning:

Ich stimme dir zu. Aber ersetze in deinem Satz mal die Passage „der Verlust eines Feiertages“ gegen etwas anderes, da finden wir ganz schnell für jedermann und jederfrau Dinge/Rechte/Annehmlichkeiten, die für die eine Person zumutbar sind und für die andere nicht. Jede/r Mensch verteidigt jenes, das für ihn wichtig sind, möchte aber nicht als egoistisch dastehen und fordert stattdessen etwas, was a) ihn selbst nicht betrifft oder b) leicht(er) verkraftbar ist.

Willst du den Feiertagsverzicht-Verweigerern mehr Unfähigkeit, die „wirklich großen Probleme“ zu lösen, vorwerfen, als anderen? Ich sehe zwischen Individuen selbstverständlich Unterschiede, aber im großen und ganzen bei fast allen zu viel Beharrungswillen, an Gewohnheiten und Privilegien festzuhalten.

Oder Bezog sich „die wirklich großen Probleme“ nur auf die Ankurbelung der Wirtschaft (wie im n-tv-Beitrag erwähnt)?
Zum Ankurbeln der Wirtschaft könnte man auch vorschreiben, dass in x Jahren ALLE Verbrennerfahrzeuge ihre Zulassung verlieren. Oder zum Jahr x eine bestimmte Energieeffizienz bei Gebäuden - auch Bestand - zur Pflicht wird. Oder Inhabern eines Vermögens ab x EURO dazu verpflichtet, mind. 25% davon in den nächsten y Jahren in Wohnungsbau zu investieren. Oder Kraftstoffe mit einem realistischen CO2-Steuersatz besteuert, wodurch Auslandsflüge so teuer werden, dass erheblich mehr Urlaubskonsum in D und der EU verbleibt.
Dies alles kombiniert mit ein paar Härtefallregeln.

Klar, wieso die Feiertagsstreichung so verlockend ist: Er tut vermeidlich niemandem so richtig weh, ist leicht umzusetzen und belastet einseitig Privatpersonen und keine Unternehmen. Aber andere würden vielleicht lieber den Feiertag behalten und stattdessen auf das anteilige Gehalt verzichten. Die DB und die IG-Metall haben nicht umsonst in ihren Tarifverträgen Klauseln eingeführt die AN erlauben, bei Tariferhöhungen zwischen mehr Zeit und mehr Geld zu wählen.

ja, könnte man alles machen.
und zusätzlich einen feiertag streichen :innocent:

klar, und andere würden lieber die milliardäre abschaffen oder das bürgergeld kürzen.
das wunschkonzert ist aber vorbei.
wir müssen tun was hilft und was machbar ist.
nicht was wir am liebsten tun.

Das ist ein ziemlich unfaires Urteil. Ich denke die Leute sind schon auch zu Verzicht bereit, wenn die die Notwendigkeit solcher„ opfer „erkennen könnten, um eine positive Änderung herbeizuführen. Es mag ja sein, dass die Unternehmen durch einen Feiertag weniger etwas profitieren, aber nützt das wirklich unsere Wirtschaft ( wenn auch nur stückweise ) aus der Krise? Oder anders würde VW in bei Wegfall eines Feiertags in China nur einen PKW mehr verkaufen? Man kann jetzt natürlich über die Kostenstruktur bei VW diskutieren, aber es kann doch darum, dasder Bürger verstehen muss, was sein Beitrag konkret bewirken würde.

Wenn man zunächst immer das macht, was (schnell) machbar ist, vergisst man hinterher, die strukturellen Probleme anzugehen. So agieren m.E. viele Unternehmen: Wenn sie in schwieriges Fahrwasser geraten wird das gemacht, was am schnellsten geht: Stellenstreichungen, Kündigungen, Lohnverzicht verlangen… Kann in gewissen Situationen auch berechtigt sein, aber nach Managementfehlern oder nach „eleganten“ oder nachhaltigen Lösungen wird vielmals nicht gesucht. Das kann man wunderbar anhand unterschiedlicher Unternehmenskulturen in den USA zu D vergleichen: Erst mal entlassen, und später jammern, dass man die Fachkräfte nicht mehr bekommt. In D und anderen EU-Ländern sollten wir aufpassen, in solch objektiv schwierigen Zeiten nicht zu viele us-amerikanische, argentinische oder sonst welche „Rosskuren“ zu adaptieren. Das ist bei Streichung eines Feiertags noch nicht der Fall, aber es ist ein billig zu kassierendes Benefit für die Arbeitgeber, denen man auch anders helfen könnte. Aber es sendet ein fatales Signal.

Ich erinnere mich noch an „Deutschland, den kranken Mann Europas“ in den 00er-Jahren. Wir sollten auch mehr Privatisieren, auf PPP setzen (Vorbild UK!), Unternehmer das machen lassen, was Behörden angeblich nicht effizient können.
Dann kam die Finanzkrise die bei uns u.a. auch deshalb nicht so eingeschlagen hat, weil es hier Kurzarbeitergeld gab.
Versteh’ mich nicht falsch: Der Feiertag ist nicht tabu, aber ich bin immer höchst misstrauisch, wenn in wirtschaftlich schwierigen Zeiten alles wieder von neuem ausgekramt wird, was angeblich den Wirtschaftsstandort unattraktiv macht. Wenn wir eine Schrumpfung des BIP von 0,5% haben, und das unter extrem widrigen Rahmenbedingungen, dann ist das ein Durchschnittswert, von dem nicht alle Unternehmen betroffen sind. Die einen machen -10%, andere +10%, aber alle gemeinsam werden die überbordende Bürokratie, Infrastukturschwächen, unflexibles Arbeitsrecht, zu viele Feiertage etc etc. verantwortlich machen… Also alles Bedingungen, unter denen man Jahrzehnte gut leben und wirtschaften konnte. Aber von einem Jahr auf’s andere ist andere ALLES zu viel… (ich rede nicht von Lobbyverbänden: für die ist IMMER und STÄNDIG alles zu viel…)

das ist doch der Punkt:
wir haben seit Jahrzehnten alles unverändert gelassen, aus Angst, dass es Widerstand gibt, und weil alles so gut lief.
Jetzt sind die alten Prämissen entfallen (russisches Gas, teure Exporte/billige Import (u.a. nach/aus China), kostenlose militärische Sicherheit durch die USA).
Jetzt kann man nicht mehr sagen „hat doch immer funktioniert, warum sollen wir das ändern?!?“
Es funktioniert nicht mehr.
Wir leben in einer anderen Welt als noch vor 4 Jahren (Ukraine) oder sogar 4 Monaten (Trump). Wir sind politisch schwach, militärisch schutzlos und wirtschaftlich gefährdet.

Wir müssen sehr schnell sehr vieles ändern.
Dabei werden wir Entscheidungen treffen müssen, ohne alle Folgen zu kennen.
Wir werden große Risiken eingehen müssen (zB 1 Billion Schulden aufnehmen, das Energiesystem umbauen, die Wirtschaft und den Staat reformieren und „neustarten“, ein neues Verteidigungsbündnis aufbauen).

Bei der Streichung eines Feiertages sehe ich keine Risiken, keine großen Unsicherheiten, keine Kosten, nur Wirtschaftsinstitute die sagen, es bringt 0,2% Wachstum. Schaden wird es nicht.
Wenn wir schon solche simplen kleinen Schritte totdiskutieren, wie soll das erst bei großen, riskanten Themen werden?!

Die größte Gefahr ist gerade, dass SPD und CDU sich gegenseitig blockieren und immer nur pflaumenweiche Kompromisse beschließen, die zu schwach sind, um wirklich was zu ändern. Die SPD müsste der CDU bei einigen wichtigen Themen völlig freie Hand geben und ihr Programm mal vergessen.
Dafür bekommt die SPD 1 oder 2 Themen, bei denen sie die Ansagen macht.
Dann bestünde zumindest die theoretische Chance, dass es grundlegende Reformen gibt (zB betr. Föderalismus, Bürokratieabbau, Verteidigung, Sozialstaat, Steuerrecht; Klima? weiß nicht, ob einer der beiden da einen Schwerpunkt legen würde).
Langatmige Diskussionen und faule Kompromisse wegen aller möglicher Bedenken werden keine ausreichenden Lösungen bringen.
Dann scheitert auch diese Regierung und dann gibt es für viele, zu viele nur noch die AfD.

Vor diesem Hintergrund finde ich die Diskussion über den Feiertag symptomatisch, und zwar im schlechten Sinne.
Zögerlichkeit, Besserwisserei, Besitzstandsdenken, vorgeschobene Gerechtigkeitsbedenken, St.-Florians-Prinzip, allg. Bedenkenträgerei.

Wenn die Streichung des Feiertags schon so schwierig ist, wie lange diskutieren wir über sowas wie eine große Steuerreform?
Oder eine Föderalismusreform?
Oder die Übertragung der Bildungshoheit auf den Bund?
Oder die Wiederbelebung der Wehrpflicht?
Oder einen brutalen Bürokratieabbau?
Oder drastische Maßnahmen zum Klimaschutz oder zur Klimafolgenabwehr?
10 Jahre? 20 Jahre?
Haben wir soviel Zeit?

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Mag sein, aber die Chancen stecken doch eher in anderen Maßnahmen:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-03/deutsche-industrie-export-handel-usa-europa

Ja, die Bürokratie ist ein Problem.
Wie schnell gelingt es uns, die in großem Umfang abzubauen?
5 Jahre ? 10 Jahre? 20?

Zitat aus Deinem Link:>

„Wenn allein die Hälfte dieser Lasten wegfalle, würde dies der Studie zufolge bis 2035 zu einem zusätzlichen Wachstum von einem Prozent pro Jahr im Geschäft mit den meisten EU-Ländern führen.“

1 %, unklar ab wann (und ob überhaupt).
Der Feiertag bringt 0,2% ab dem 1. Jahr!
Ohne Vorlauf, ohne komplizierte Gesetzgebung, ohne Unsicherheit über die Folgen.
Wir können und müssen beides tun, der Bürokratieabbau ist kein Hindernis für andere Maßnahmen, insb. wenn sie so simpel sind.

Nein. Ich bin nicht bereit einen Feiertag zu opfern. In Schleswig Holstein haben wir 1995 den Buß-und Bettag zugunsten der Pflegeversicherung geopfert und hatten damit die wenigsten Feiertage in der gesammten BRD.
Unser Verzicht hat weder die Pflegeversicherung gerettet, noch unsere Wirtschaft gefördert. Statt dessen wahrscheinlich mehr Frührentner wegen Burn out produziert.
2018 wurde der Reformationstag endlich wieder gesetzlicher Feiertag und so haben wir Nordlichter immerhin mal wieder einen zusätzlichen freien Tag, aber immer noch weniger als die Bayern, die an jedem Marienfest blau machen, dazu noch Dreikönig, Allerheiligen, Fronleichnam und die Rosenmontage im Rheinland.

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wonach beurteilst du das?
gibt es studien zu den auswirkungen?
die zusätzliche arbeit wird doch geleistet und muss sich in irgendeiner weise in der wirtschaft niederschlagen